800 Pfadfindern feiern Aussendung des Friedenslichtes

veröffentlicht am 17. Dezember 2012

Rund 800 Pfadfinderinnen und Pfadfinder feierten am Sonntag, 16. Dezember, in der St. Josephkirche in Dortmund die Aussendung des Friedenslichts aus Betlehem für die Katholische Kirche im Erzbistum Paderborn und die Evangelische Kirche von Westfalen. „Mit Frieden gewinnen alle” steht über der großen Friedenslichtaktion 2012 in Deutschland. Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen, und der Dortmunder Jugendseelsorger und stellvertretende Stadtdechant Michael Vogt verteilten das Licht in dem ökumenischen Gottesdienst. Schnell breitete sich die kleine Flamme zu einem Lichtermeer aus.

„Nehmen wir das Licht als ein Symbol, dass die Welt nicht so bleiben muss, wie sie ist“, meinte Udo Bußmann, als er die Laterne mit dem Friedenslicht entgegen nahm, die eine Abordnung der Pfadfinder vom europäischen Aussendungsgottesdienst in Wien mitbrachte.

Die kleine Flamme wurde erneut in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem entzündet, um allen Menschen in der Adventszeit als Zeichen für Frieden und Völkerverständigung zu leuchten. Pfadfinderinnen und Pfadfinder reichen das Licht in einer Stafette in viele Länder Europas weiter. Beim europäischen Aussendungsgottesdienst in Wien nahmen Vertreter aus 22 Nationen, darunter 160 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Deutschland teil.

Die Aktion Friedenslicht ist eine Gemeinschaftsaktion der Ringe der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP, DPSG, PSG, VCP) und des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG).

Die 220.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland wollen mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Betlehem an „alle Menschen guten Willens“ ihren Beitrag zum Frieden leisten.

Weitere Informationen: www.friedenslicht.de

Hintergrund: Im Jahr 1986 entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) die Idee, die mittlerweile eine Lichtspur durch ganz Europa gezogen hat: Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Das Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnert an die weihnachtliche Botschaft und an den Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu verwirklichen.

Seit 1986 wird das Friedenslicht in jedem Jahr in den Wochen vor Weihnachten  in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von Betlehem aus reist das Licht mit dem Flugzeug nach Wien. Dort wird es am dritten Adventswochenende in alle Orte Österreichs und in die meisten europäischen Länder gesandt. Züge mit dem Licht fahren über den ganzen Kontinent. Insbesondere die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich des Friedenslichtes angenommen und sorgen dafür, dass es in den meisten europäischen Ländern verbreitet wird und sogar seinen Weg in die USA und in Länder Südamerikas gefunden hat.