78. Bundesversammlung tagte in Köln

veröffentlicht am 12. Mai 2013

BV2013_01 Vom 8. bis 12. Mai tagte die 78. Bundesversammlung der DPSG in Köln. Und zwar nicht irgendwo im Diözesanverband Köln, sondern in ihrem Tagungs- und Gästehaus St. Georg in der Rolandstraße. Dort schlugen auch die stimmberechtigten Mitglieder aus unserem Diözesanverband – Anna und Jan-Philipp als Vorsitzende und Dorina als Delegierte der Wölflingsstufe – ihre Nachtlager auf. Als Tagungsraum diente uns die Aula der benachbarten Berufsschule. Neben intensiven Gesprächen mit anderen Mitgliedern der Bundesversammlung und der Samstag-Abend-Programm-Aktivistin Hildegart Scholten standen natürlich intensive Beratungen zu den verschiedensten Themen auf der Tagesordnung. Im Fokus standen vor allem die Beratungen zu 17 Anträgen, dazu vier Initiativanträge, sowie dem Studienteil zum Thema Strukturwandel. Die wichtigsten Beschlüsse wollen wir euch hier kurz vorstellen, ausführliche Informationen findet ihr auf der Homepage des Bundesverbandes.

Wahlordnung
Die Geschäftsordnung der DPSG hat bisher den Verlauf der Wahlen geregelt. Dies war jedoch nicht immer eindeutig und wenig ausführlich. Nun wurde eine Wahlordnung beschlossen, nach der der Bundesverband seine Wahlen durchführt. Auch wir als Diözesanverband führen unsere Wahlen nach der bundeseinheitlichen Geschäftsordnung und somit nun auch nach der bundeseinheitlichen Wahlordnung durch. Die Wahlordnung zeigt auch auf, wie Wahlzettel auszusehen haben.

Antragsrecht
Die Satzung wurde dahingehend geändert, dass nun alle Versammlungen das Antragsrecht an alle ihnen übergeordneten Versammlungen haben. Sprich: Eine Stammesversammlung kann jetzt einen Antrag direkt an die Bezirsversammlung stellen, direkt an die Diözesanversammlung und auch direkt an die Bundesversammlung. (Ziffer 115 – 117).

Beratende Mitglieder auf Bundeskonferenzen
Auf Bundeskonferenzen (Ziffer 94 der Satzung) haben nun auch die weiteren Mitglieder des Bundesvorstands, weitere Mitglieder des Bundesarbeitskreises und der Diözesanarbeitskreise der jeweiligen Alterssufe, die Fachreferenten und Fachreferentinnen der Bundesleitung, die Beauftragten für Internationales der Bundesleitung sowie die zuständige hauptberufliche Referentin/der hauptberufliche Referent der Bundesleitung beratende Stimme.

Beteiligung an Entscheidungsprozessen rund um das gesamtverbandliche Ausbildungskonzept
Die Bundesleitung wurde beauftragt, zu prüfen, wie Verantwortliche für Woodbadge-Ausbildung beteiligt werden können. Die Bundesleitung wird auch prüfen, ob es Ausbildungskonferenzen auf den verschiedenen Ebenen geben soll und ob diese dann – wie die Facharbeitskreise – als offizielle Gremien eingerichtet werden sollen. Wir begrüßen diesen Beschluss, da auch wir im vergangenen Jahr eine Evaluation unserer Ausbildungsangebote durchgeführt haben. Die Ergebnisse werden derzeit in den unterschiedlichen Gremien diskutiert.

Jahresaktion 2014: Inklusion
Die Jahresaktion 2014 wird vom Fachbereich Behindertenarbeit durchgeführt und thematisiert Grenzen und Barrieren, an die Menschen mit Behinderung in der DPSG stoßen können. Wir haben dem Bundesarbeitskreis unseren Hochseilgarten-Fyler in die Hand gedrückt mit dem Wunsch, doch vielleicht eine der Multiplikatorenveranstaltungen bei uns im Diözesanzentrum durchzuführen. Dass dort auch Rollstühle vorhanden sind, mit denen man den Hochseilgarten auch als Gehender erleben kann, stieß auf großes Interesse.

Evaluation Facharbeitskreise
Den Facharbeitskreisen wird empfohlen, auf ihren Bundesfachkonferenzen eine Evaluation der Fachbereiche auf allen Ebenen des Verbandes anzustoßen. Wie arbeiten die Arbeitskreise zusammen? Welche und wie viele aktive Facharbeitskreise existieren derzeit bundesweit? Auch für Vertreter unseres Diözesanverbandes wird dies sicherlich ein spannendes Thema werden!

Weiterführung der Projektstelle Nord-Ost
Seit 2010 gibt es eine Referentenstelle in Halle und Leipzig, um dort Pfadfindergruppen aufzubauen und neue Wege der verbandlichen Arbeit auszuprobieren. Diese Arbeit treibt nun erste Früchte; so wurden in unserer Partnerdiözese Magdeburg Luisa und Dominika angesprochen, ob sie sich nicht vorstellen können, Diözesanvositzende und Diözesankuratin (derzeit übrigens die einzige im Bund!) zu werden. Projektreferent Jan Sommer unterstützt die beiden in ihrer Arbeit. Problematisch für eine Weiterführung ist die Finanzierung dieser Stelle. Die Bundesversammlung hat nun beschlossen, dass 50 % der Kosten vom Bundesverband übernommen werden und die anderen 50 % (max. 25.000 €) von den Diözesanverbänden. Dazu verzichten alle Diözesanverbände in den kommenden drei Jahren (2014 – 2016) auf einen Teil ihrer Beitragsrückerstattung. Dabei handelt es sich um ca. 0,30 € pro Mitglied.

Neue Beteiligungsformen in der DPSG
Die Jahresaktionsgruppe „smart Scout“ nutzt und prüft in den nächsten 12 Monaten beispielhaft Möglichkeiten zur E-Partizipation für Mitglieder. Die Pfadfinderstufe hat dies mit ihrem Logo-Wettbewerb „Grün statt Weiß“ bereits getan und wird ihre Ergebnisse der Jahresaktionsgruppe zur Verfügung stellen.

Positionspapier Geschlechtergerechtigkeit
Das Positionspapier fußt auf den drei Säulen unseres verbandlichen Handelns: pädagogisch, politisch und pastoral. Unterschiede von Menschen sieht die DPSG als Bereicherung an und damit alle Menschen als gleich wertvoll.

BV2013_02Positionierung zum Vorschlag der Einführung eines „spezifischen“ Diakonats für Frauen in der Katholischen Kirche
Die DPSG setzt sich ein für die Öffnung des ständigen Diakonats unabhängig vom Geschlecht! Basieren soll die Position auf den bereits existierenden Papieren „DPSG zur Geschlechtergerechtigkeit“ und „Mut zur Entwicklung – Kirche auf dem Weg in die Zukunft“. Das ständige Diakonat stehe verheirateten Männern offen, Frauen aber nicht. Somit sind wir der Meinung, dass mit einem spezifischen Diakonat keine Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche erreicht werden kann.