BDKJ wählt ehrenamtliche Diözesanvorsitzende

veröffentlicht am 17. Juli 2013

BDKJ-Vorstand Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Erzbistum Paderborn hat am ersten Juliwochenende sein Vorstandsteam komplettiert. Annika Manegold (einigen von euch sicherlich bekannt als Begleitung für das Projekt Kapellenbau) ist als ehrenamtliche Diözesanvorsitzende am Samstagnachmittag während der Diözesanversammlung im Jugendhaus Hardehausen gewählt worden. Die 24-jährige Paderbornerin bildet zusammen mit Kathrin Jäger, Sebastian Koppers und Vikar Thomas Bensmann den Diözesanvorstand des 70.000 Mitglieder starken Dachverbandes der zehn katholischen Jugendverbände im Erzbistum Paderborn.
„Ich freue mich riesig über die Wahl und die anstehenden Aufgaben“, sagte Annika Manegold kurz nach Verkündung des Wahlergebnisses. „Ich habe mich immer gerne für die katholischen Jugendverbandsarbeit engagiert und freue mich, jetzt die Interessen der Jugendverbände im Erzbistum vertreten zu dürfen“, bergründete Annika Manegold ihre Motivation, im ansonsten hauptamtlichen Vorstandsteam mitzuarbeiten. Ehrenamtlich hat sie bereits Erfahrungen bei der DPSG sowie als Vorsitzende im BDKJ-Kreisverband Paderborn gesammelt. Studiert hat Annika Manegold Soziale Arbeit.
Während der Versammlung blickten die Delegierten (wir waren mit Anna Werner, Dorina Fichte, Jan-Philipp Krawinkel, Simon Schwamborn (dem zum Geburtstag und zum Amtsantritt musikalisch gratuliert wurde) und Julian Schonlau vertreten) im Vorstandsbericht zurück auf das letzte arbeitsreiche Jahr im BDKJ. „Unser Höhepunkt war die 72-Stunden-Aktion vor zwei Wochen. Überall im Erzbistum haben sich junge Menschen in 320 Projekten für das Gute engagiert“, freute sich Diözesanvorsitzende Kathrin Jäger. Dankbar sei der BDKJ für die große Unterstützung vor und während der Aktion durch zahlreiche Helfer und Sponsoren. Kathrin Jäger: „Kinder und Jugendliche haben während der Aktion gezeigt, dass sie mit viel Kreativität eine Menge Gutes bewegen können – wenn man sie nur lässt.“
Inhaltlich positioniert haben sich die katholischen Jugendverbände zum Thema der Geistlichen Verbandsleitung. Diese reagieren damit auf gesellschaftliche Veränderungen, Neustrukturierungen der Pastoralen Räume sowie den Priestermangel. „Geistliche Leitung soll gleichberechtig von Laien und Priestern ausgeübt werden – ohne dass sich Priester aus der Verantwortung zurückziehen oder vom Erzbistum zurückgezogen werden“, erklärte BDKJ-Diözesanseelsorger Thomas Bensmann die Position. Das Positionspapier verstehe sich als Motivation für Laien, Geistliche Verbandsleitung zu übernehmen, und andererseits für die Jugendverbände, Laien die Geistliche Verbandsleitung zu ermöglichen. „Gleichzeitig unterstreichen wir gegenüber dem Erzbistum die Forderung, in Pastoralen Räumen, auf Dekanats- und Diözesanebene Geistliche Verbandsleitung zu fördern und personell abzusichern“, so Thomas Bensmann. Eingeflossen in die Ausarbeitung des Papiers sind die kirchenrechtlichen Vorgaben sowie die praktischen Erfahrungen aus den Qualifizierungskursen von Ehrenamtlichen für die Geistliche Verbandsleitung.
Mit Blick auf die Bundestagswahl haben die katholischen Jugendverbände mehr Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gefordert. „Mit der Kampagne des Bundesjugendrings zur Einrichtung von Wahllokalen für U18-Jährige wollen wir Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben“, berichtet Diözesanvorsitzender Sebastian Koppers. Der BDKJ ruft Jugendverbände und –gruppen, Offene Türen sowie Schulen auf, U18-Wahllokale einzurichten und dem politischen Willen von Kindern und Jugendlichen Ausdruck zu verleihen. „Alle können ein Wahllokal aufmachen, der Ort ist egal, es sollten sich nur junge Leute dort aufhalten“, so Sebastian Koppers.