Diözesanzentrum, Kapellenbau, Sinus-Jugendstudie und Leiterausbildung beschäftigen DPSG-Diözesanversammlung

veröffentlicht am 23. September 2013

dpsg-dv-2013Ganz im Zeichen der Weiterentwicklung des Diözesanzentrums „Eulenspiegel“ in Rüthen stand die Diözesanversammlung der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) am Wochenende. Die über 40 Delegierten aus den Bezirken und Arbeitskreisen des Diözesanverbandes im Erzbistum Paderborn informierten sich direkt vor Ort über den Kapellenbau am „Eulenspiegel“ sowie die langfristige Planungen zur Weiterentwicklung des Diözesanzentrums zu einem Kompetenzzentrum für Erlebnis- und Naturpädagogik in Südwestfalen. 

„Wenn alles gut läuft, dann können wir in diesem Jahr mit den Erdarbeiten für unsere Kapelle beginnen und eventuell die Bodenplatte gießen“, berichtete Diözesankurat Simon Schwamborn. Derzeit befinde man sich in guten Gesprächen mit dem Erzbischöflichen Generalvikariat, um die Finanzierung abschließend zu klären. „Ein ganz großes Dankeschön gilt allen, die durch ihr hohes Engagement so viele Spender geworben oder Aktionen für den Kapellenbau organisiert haben“, sagte Schwamborn. Die AG Kapellenbau arbeitet aktuell an einem anspruchsvollen Lichtkonzept für das Gotteshaus.

„Wir haben uns lange Gedanken gemacht um die Perspektive für unser Diözesanzentrum in Rüthen“, erläuterte Diözesanvorsitzender Jan-Philipp Krawinkel die Hintergründe für die Erweiterungspläne. Die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Wirtschaftlichkeitsanalyse seien gut gewesen. Zumal bis zum Jahresende die Rekordzahl von über 8000 Übernachtungen erreicht werden könnte und in letzter Zeit immer wieder Gruppen abgesagt werden musste. „Wir haben die Empfehlung bekommen, dass Haus so zu erweitern, dass parallel zwei größere Jugendgruppen oder Schulklassen untergebracht werden können.“

Dazu kommt das Anliegen der Pfadfinder, das Diözesanzentrum möglichst barrierefrei zu gestalten. „Wir wollen Erlebnis- und Naturpädagogik für Pfadfinder und anderen junge Menschen mit und ohne Behinderung möglich machen“, erklärte Diözesanvorsitzende Anna Werner. Der Vorstand betonte, dass dies langfristige Planungen seien. Um jedoch zu wissen, ob eine Veränderung des Diözesanzentrums möglich ist, hat der Diözesanverband eine Bauvoranfrage an die Stadt Rüthen und den zuständigen Bauausschuss gestellt.

Inhaltlich drehte sich die Diözesanversammlung in einem Studienteil um die Sinus-Jugendstudie, die einen direkten und umfassenden Einblick in die Lebenswelten 14- bis 17-jähriger Jugendlicher bietet. Die Delegierten beschäftigen sich mit den sieben dargestellten Lebenswelten, in denen Jugendliche heute in Deutschland leben. „Die Studie zeigt uns ganz deutlich, dass Kirche in den wenigsten Lebenswelten noch eine Rolle spielt. Als katholischer Jugendverband müssen wir uns auch überlegen, wie wir mit unserer Botschaft einen Platz in den Lebenswelten von Jugendlichen finden können“, bilanzierte Diözesanvorsitzende Anna Werner.

Beschlossen wurde während der Versammlung ferner die Errichtung einer AG Ausbildung für den Diözesanverband. Die Arbeitsgemeinschaft soll zukünftig die Strukturen der Gruppenleiterausbildung im Verband stärken und die Weiterentwicklung von Ausbildungsangeboten fördern. „Eine adäquate Leiterausbildung ist für uns von hohem Stellenwert, wenn wir über die Steigerung der Verbandsidentität und die Absicherung von hochwertiger Jugendarbeit sprechen“, so Diözesanvorsitzender Jan-Philipp Krawinkel.