79. Bundesversammlung tagte in Westernohe

veröffentlicht am 23. Juni 2014

BV79_03 Vom 18. bis 22. Juni tagte die 79. Bundesversammlung der DPSG in Westernohe. Gastgebender Diözesanverband war Trier – da ihnen jedoch das Haus abgesagt wurde, siedelten wir kurzerhand ins Bundeszentrum um. Dorina war als Delegierte der Wölflingsstufe dabei, Anna als Diözesanvorsitzende. Neben intensiven Gesprächen mit anderen Mitgliedern der Bundesversammlung und dem gut besuchten Public Viewing (Deutschland spielte gegen Ghana bei der WM in Brasilien 2:2…) standen natürlich intensive Beratungen zu den verschiedensten Themen auf der Tagesordnung. Die wichtigsten Beschlüsse wollen wir euch hier kurz vorstellen, ausführliche Informationen findet ihr auf der Homepage des Bundesverbandes.

Besonders im Fokus stand die Wahl zum Bundeskuraten. Paul Greiwe aus Münster hatte sich in den letzten Wochen den Delegierten vor Ort vorgestellt und kam auch während der Bundesversammlung mit den Mitgliedern des Bundesversammlung ins Gespräch. Am späten Freitagabend hat er sich dazu entschlossen, nicht zur Wahl anzutreten. Es gab eine Aussprache in der Bundesversammlung dazu, Paul war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits abgereist. Auf facebook gab er am Sonntagnachmittag eine persönliche Erklärung dazu ab:

Hallo! Nachdem ich gestern etwas Abstand gesucht und dann eine Nacht gut geschlafen habe, melde ich mich heute noch einmal zu meinem Rückzug von der Kandidatur als Bundeskurat zu Wort. Es tut mir sehr leid, dass es sich so entwickelt hat. Die Gründe, warum ich meine Kandidatur zurückgezogen habe – und vor allem warum so kurz vor der Wahl – sind vielschichtig und können hier nicht eben mal so dargestellt werden. Sicher ist: In dem ganzen kann keine Schuld verteilt werden. Sicher ist auch: Die Entscheidung am Freitag habe ich selbst getroffen. Dafür kann ich niemanden verantwortlich machen. Ich bin weiter davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war. Ich bin traurig, dass der Weg, den ich zuversichtlich begonnen hatte, so geendet hat. Ich habe auf diesem Weg viele Menschen kennengelernt, die engagiert für den Verband Verantwortung übernehmen. Weiter so! Ich danke allen, die mich – so oder so – unterstützt und begleitet haben. Ich wünsche euch, dass der Verbandsentwicklungsprozess die DPSG weiterbringt. Packt es an! In diesem Sinne: Gut Pfad!

So werden im kommenden Jahr alle drei Vorstandsämter zu besetzen sein – eine große Herausforderung für den Verband, aber auch für den neu gewählten Wahlausschuss. In diesem sitzt für die Region West unsere Diözesanvorsitzende Anna, ihr persönlicher Stellvertreter ist der Diözesankurat aus Essen, Matthias Feldmann.
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Parität in den Vorstandsämtern
Der Satzungsänderungsantrag, die Parität auf Bezirksebene abzuschaffen, verfehlte um zwei Stimmen die erforderliche 2/3 Mehrheit. Es waren sich jedoch alle Beteiligten einig, dass an diesem Thema intensiver gearbeitet werden sollte. So wurde dann ein Initiativantrag verabschiedet, der die AG Strukturwandel beauftragt, die Situation in den Vorständen der Bezirke und Diözesen zu analysieren und nach Gründen von Vakanzen zu fragen. Hier sind wir alle gefragt und wir bitten euch, diesen Prozess gut mit zu begleiten. Die Ergebnisse der Überprüfung und die Handlungsvorschläge werden den Mitgliedern der Bundesversammlung zur Bundesversammlung 2015 zur Verfügung gestellt.

Innerverbandliche Kommunikation braucht gute Kontaktdaten
(das leidige Thema NaMi)
NaMi ist bei vielen Stämmen immer wieder Thema – denn kaum jemand kümmert sich darum, weil Funktionen nicht so sind, wie man sie gerne hätte oder einfach Fragen auftauchen, die man nicht alleine geklärt bekommt. Der nun verabschiedete Antrag sieht vor, dass eine Plattform geschaffen werden soll, auf der sich sowohl Nutzerinnen und Nutzer als auch Entwicklerinnen und Entwickler über NaMi austauschen können. Nur gemeinsam werden wir NaMi zu einem gut funktionierenden Werkzeug ausbauen können!

Elternarbeit
Die Satzung ist dahingehend geändert worden, dass es nur noch eine gemeinsame Elternversammlung geben wird und nicht mehr – wie bisher laut Satzung erforderlich – eine Versammlung für jede Stufe. Dies legetimiert aus unserer Sicht die bereits bestehenden Regelungen auf Stammesebene und wurde einstimmig angenommen.

Antragsrecht für alle
Auf Stammesversammlungen haben ab sofort nicht nur die Delegierten, sondern alle Mitglieder des Stammes Antragsrecht. Dieser Antrag zur Satzungsänderung wurde kontrovers diskutiert, schließlich aber mit den exakt erforderlichen Stimmen (55) zur Satzungsänderung genehmigt.

Pfadfinden für alle – Gemeinsame Strategie zur Weiterentwicklung unseres Verbandes
Pfadfinden ist für Kinder und Jugendliche bereichernd für ihre Entwicklung! Daher wollen wir in den nächsten fünf Jahren uns intensiv mit der Weiterentwicklung des Verbandes beschäftigen. Dabei soll ein Blick auf die Stufenzuschnitte und die Fachbereiche geworfen werden und mehr junge Erwachsene als Leiterinnen und Leiter geworben werden. Hierzu werden alle Ebenen der DPSG einbezogen – von der Bundesebene bis zum Wölfling!

Kinder und Jugendliche brauchen mehr als Schule!
Keine Zeit für Freizeit? Nicht mit uns! Die Bundesversammlung fordert maximal 35 Stunden für Schule und Hausaufgaben für Kinder und Jugendliche, einen möglichst landesweit einheitlichen und bundesweit abgestimmten freien Nachmittag sowie mindestens zwei Wochen gemeinsame Sommerferien bundesweit. Wir schließen uns damit den Forderungen anderer Jugendverbände, wie z.B. der KJG, an.

Bundesversammlung 2016
Eigentlich sollte die Region Nord-Ost die Bundesversammlung 2016 ausrichten. Sie sahen sich dazu aufgrund von personellen Engpässen jedoch nicht in der Lage. Daraufhin sprang West ein – genauer gesagt, Anna 🙂 Sie stellte im Namen des Diözesanvorstandes den Initiativantrag, die Bundesversammlung 2016 über das Christi-Himmelfahrts-Wochenende im Diözesanverband Paderborn auszurichten. Dieser Antrag wurde einstimmig genehmigt und so freuen wir uns schon jetzt auf ein – zusammen mit dem Leiterunternehmen – gut gefülltes Jahr 2016!