Jungpfadfinder WBK Ostern 2014: Ich einfach (un-)verbesserlich

veröffentlicht am 26. Juni 2014

Beitragsbild_JuffiWBK2014Das Thema Woodbadge und Ausbildung spaltet von jeher die Leiterrunden. Allein der Zeitfaktor des Ausbildungskonzeptes und abschließende Kurswoche schreckt viele ab.

Ist man mit dem rosa Halstuch nun der bessere Leiter? Warum lohnt sich ein WBK?

Hier nun folgt ein Versuch, das WBK-Erlebnis in Worte zu fassen.

Zunächst einmal: Die Methodenverliebtheit des Pfadfinders eilt ihm oft voraus. Die Gefahr besteht, dass bei dem Aufeinandertreffen einer Gruppe von dieser Spezies man sich in einer nicht enden wollenden Schleife von Reflexionen von Reflexionsrunden wiederfindet. Die Befürchtung hat sich zum Glück in der WBK-Woche nicht bestätigt.

Aber was ist denn jetzt eigentlich mit den aus ganz Deutschland angereisten zum größten Teil in der Jungpfadfinderstufe Leitenden passiert?

Im Bilsteintal wurden wir von unseren Teamer Minions (Steffi, Steffi, Andi, Ansgar, Tobi ) mit Kaffee und Kuchen in Empfang genommen. Dank ihrer geschickt gewählten Kostümierung war es so gut wie unmöglich, an dem Wanderparkplatz vorbeizurauschen. Nun tauchten wir in die abenteuerliche Welt der Minions ein.

Nach einer erfolgreichen Erkundungstour durch die Bilsteinhöhle auf der Suche nach dem durch einen Schrumpfstrahl verkleinerten Mond fanden wir uns am nächsten Morgen in einer Hafenkneipe mit diversen Fischspezialitäten zum Frühshoppen wieder. Auch der von vielen schon häufiger besuchte Ort Rüthen wurde durch eine Fotorallye noch einmal von einer anderen Seite von uns wahrgenommen.

Einen herzlichen Gruß auch an der Stelle an das fotogene Orgateam des Wötöröö bei der Unterstützung bei unserer Fotostreife!

An dem folgenden Abend wartete dann ein zu lösender Kriminalfall mit Dinner, bei dem alle WBK-Teilnehmer geladene Gäste waren.

Bis dahin sind wir wunderbar animiert worden! Und haben uns gegenseitig und auch vor allem selber von einer anderen Seite gesehen.

Nun folgten Methoden, die in der Erkenntnis zu unseren eigenen IBLs (Interessen-Bedürfnisse-Leidenschaften) bringen sollten. Denn nur die genaue Kenntnis von denen führt uns zu einem erfolgreichen WBK-Projekt.

Als wir dann unsere Leidenschaften zu einem Sachthema und schließlich zu dem konkreten Projekt formten, begleiteten uns kleine Avatare in Form von kleinen Minions.

Und was ist dann letztendlich in unserem Projekt passiert? Ein Gruppenerlebnis, das man schwer rational in diesen Artikel fassen kann. Es gibt eine klare Empfehlung: Probiert es selbst einmal aus!!

Wir haben in einer wirklich grandiosen Gruppe ganz große zunächst unrealistisch erscheinende Gedanken zum Projekt gedacht. Dabei entstand ein enormes emotionales und physisches Feuerwerk. Unser Projekt, für das wir alle brennen ist:

Der Zeltplatz in den Bäumen.

Den haben wir an einem geheimen Ort, im Rüthener Umland in einem verwilderten Waldstück an einem Tag gebaut. Er besteht aus einer dreieckigen Plattform in 3 Meter Höhe (5x5x6 Meter) und daneben aus eine kleinere Plattform auf einem Meter Höhe.

Die Materialien dazu wurden uns geschenkt. Auch bei dem Transport der 3 Tonnen Holz hat uns ein freundlicher Bauer geholfen.

Mit Hilfe von geliehenen Klettersachen, Werkzeugen von Handwerken, 5 aneinander geschalteten Kabeltrommeln der angrenzenden freundlichen vertrauensvollen Nachbarn und 2 Leitern haben wir alles auf die 3 Meter Höhe gebracht.

Als dann alle total gar am letzten Abend in einer Fotoshow die Projektdurchführung noch mal Revue passieren lassen konnten, gab es dazu eine Vielzahl an Getränken und Knabbereien und eine rauschende Party im Anschluss.

Diese Dinge waren in einer grandiosen Appel- und Ei-Aktion neben dem Plattformbau zusammengetauscht worden. Auch die enorme organisatorische Arbeit bei den parallel laufenden Aktionen und die Versorgung der Baustelle mit Material und Nervennahrung sei erwähnt.

In all der kurzen Zeit haben wir unfassbar viel geschafft! Und der Moment am nächsten Morgen, an dem wir noch kaum wieder aufgewacht unsern Zeltplatz in den Bäumen bestaunt haben, war unvergesslich.

Jeder hat einen riesigen Teil dazu beigesteuert und wir sind alle über uns hinausgewachsen.

Vielen Dank an die Teamer für das „Feuermachen“ an der richtigen Stelle J

Bei den nächsten Projekten werden wir bestimmt die Machbarkeit nicht als limitierenden Faktor nehmen.

Gut Pfad

Julia für den Jungpfadfinder WBK Ostern 2014, Diözesanverband Paderborn.