Optimismus ist eine Form des Mutes…

veröffentlicht am 28. Oktober 2014

…die Vertrauen in andere gibt und zum Erfolg führt. So formulierte es Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung. Und diesen Optimismus konnten wir in den vergangenen Tagen ganz besonders in der Bezirksarbeit wahrnehmen. Viele Positionen in den Bezirken sind vakant, Herne-Castrop und Siegerland-Südsauerland sogar komplett ohne Vorstand.

Am 19. Oktober trafen sich in Herne alle Vorstände und interessierten Leiterinnen und Leiter, um sich einfach mal darüber auszutauschen, was denn so ein Bezirksvorstand alles zu tun hat, welche Unterstützung es geben muss, welche Erwartungen es gibt. Als ich am Dienstag eine Kurzzusammenfassung des Abends bekam, war ich optimistisch, dass sich da etwas bewegt, dass es Menschen gibt, denen die Bezirksarbeit nicht egal ist. Direkt aufgesprungen, dieses Amt zu übernehmen, war jedoch niemand. So fuhr ich am Mittwochabend Richtung Herne, in der Hoffnung, eine kurze Bezirksversammlung abhalten zu können, so ganz ohne Wahlen und Personalaussprache und -debatte.
Bezirksversammlung_Herne_2014 Der Stamm Amelungen, bei dem wir zu Gast sein durften, hatte für das leibliche Wohl gesorgt und einen stimmungsvollen Impuls vorbereitet. Die Versammlung ging zügig vonstatten – bis zum Punkt „Wahlen zum Bezirksvorstand“. „Ich schlage Kai vor“, erklang es von rechts, gegenüber hieß es mit einem Mal: „Und ich schlage Elena vor!“ Beide wirkten ein wenig überrumpelt, so dass die Versammlung zunächst einmal für eien kleine Pause unterbrochen wurde. Danach konnten beide die Frage, ob sie sich zur Wahl stellen, mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Wir befragten beide, die Stimmberechtigten und beratenden Mitglieder zogen sich zurück und die Wahl wurde eingeläutet. Beide wurden einstimmig gewählt und mit langandauerndem Applaus gefeiert. Wir gratulieren herzlich zur Wahl und freuen uns auf die gute Zusammenarbeit!

Im Siegerland gibt es seit Januar keinen Bezirksvorstand mehr, doch auf der Versammlung wurde ein Wahlausschuss gewählt, der hochmotiviert seine Arbeit aufnahm. Unterstützt wurde er dabei von Bildungsreferent Christopher H. Stappert, der entweder den Weg nach Drestiefenbach fuhr oder sich telefonisch zuschaltete. Im Sommer sind wir gemeinsam im Siegerland gewesen, wo ich noch einmal die Erwartungen, die man sich sicherlich am Anfang macht, ein wenig zu dämpfen. Kleine Schritt sind viel wichtiger als die großen, die vielleicht enttäuschend enden.
Lagerfeuer_Netphen Und so wurde stilecht mit bedruckten Bierdeckeln zum „Grillen im Bezirk“ am 24. Oktober nach Netphen eingeladen. Christopher und ich machten uns ebenfalls auf den Weg und trafen am Pfarrheim in der dort aufgebauten Jurte 31 Leiterinnen und Leiter aus fast allen Stämmen des Bezirks an. Der Wahlausschuss kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und war sprachlos: „Dass sich so viele dafür interessieren und einfach mal vorbeikommen – das hätte ich nie gedacht!“ Tja, falsch gedacht. Es wurde gegrillt und geklönt, sich ausgetauscht, kennen gelernt. Am Ende des Abends war klar: Ein neuer Bezirksvorstand ist noch nicht gefunden, aber der erste Schritt ist gemacht, ein „Wir“-Gefühl ist aufgekommen.
Ich blicke optimistisch auf die Bezirksversammlung Ende November, da ich das Gefühl habe, dass mit dieser kleinen Aktion ganz schön viel bewirkt worden ist. Und wenn sich spontan doch jemand vorstellen kann, die Fäden in der Hand zu halten: Man ist nicht alleine! Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Büro unterstützen und auch der Diözesanvorstand lässt niemanden im Regen stehen.

Ich freue mich auf weitere mutige Menschen, die bereit sind, Verantwortung in der DPSG zu tragen!
Anna (Diözesanvorsitzende)


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