Sauber! Spacecamp hinterlässt Raumstation Rüthen blitzblank

veröffentlicht am 24. August 2015

rovercamp2015_schlotiEin letzter Sonnenstrahl bricht sich auf dem goldenen Spacecamp-Shuttle, bevor die riesige Startrampe abgebaut wird. Es herrscht Aufbruchsstimmung an Deck, denn die Raumstation „SiSSI„, die ihren geostationären Orbit über dem Diözesanzentrum Rüthen hat, wird geräumt. Als wäre nie etwas gewesen verlassen die Rover ihre Lagerplätze, denn der Leitspruch ‚jeden Ort besser hinterlassen als vorgefunden‘ gilt – ganz offenbar – auch im Orbit des Heimatplaneten.

rovercamp2015_rutscheDrei Tage lang bot das Spacecamp über 600 Rovern aus vier Diözesen ein Pfadfinder-Zuhause und erwies sich dabei als grundsolide. Die hohe Teilnehmerzahl hatte im Vorfeld für unverhofften Planungsaufwand und einige Befürchtungen hinsichtlich der Kapazität gesorgt, doch die teilnehmenden Roverrunden organisierten sich praktisch perfekt selbst. Vom vernünftigen Parken über pingelig eingesammelte Kaugummipapiere bis zur großen Menge hervorragender Space-Workshops war das Rovercamp 2015 eine tolle Erfahrung – noch dazu bei bestem Sommerwetter. Die Sonne trug auch ihren Teil zum bunten Treiben auf dem Platz bei: Workshops, wie das „Spacepferdchen“ (eine glitzernde Variante des irdischen Seepferdchens, inclusive selbstgebautem Pool), leuchtende Space-Halstuchknoten, außerirdische Nahrung in verschiedenen Varianten, Raketen (mit und ohne Treibstoff) und über einhundert Angebote mehr sorgten für einen Erlebnismarktplatz der Extraklasse. Nicht zuletzt war der Hochseilgarten im Diözesanzentrum durchgehend in Betrieb – das Seilgarten-Team der DPSG hatte es sich nicht nehmen lassen eine Extraschicht für das Großereignis einzulegen.

rovercamp2015_rakete-rampeEs gab sogar ein eigens eingeflogenes Krankenhaus-Shuttle mit 24-Stunden-Dienst. Der örtliche Malteserverband stellte eine Crew für diesen Service ab, der auch in Anspruch genommen wurde. Wirklich ernste Verletzungen gab es trotz der Größe des Camp zum Glück keine, doch man war hier auch auf kleine Wehwehchen und typische Lagerverletzungen eingestellt. „Zu viel Kaffee“, meint dazu einer der Helfer mit einem breiten Lächeln, „wir hatten uns auf eine lange Nacht mit viel Arbeit eingestellt, aber es ist einfach nichts passiert. Diese Jungs sind toll.“ Ein großes Lob aus dem Mund erfahrener Ersthelfer.

„Ein überwältigendes Camp“, freut sich dann aber auch Stufenreferent Björn. „Hier packt jeder mit an, wo immer Hilfe gebraucht wird und die Stimmung ist großartig“. Er und das Vorbereitungsteam haben viel Zeit in die Vorbereitung für den bunten und aufregenden Stil des Camps gesteckt. Man ist sich aber auch hier einig: Das Rovercamp 2015 – Spacecamp war etwas besonderes und die Stufe hat sich die fast schon kitschig schönen Abende unter klarem Sternenhimmel verdient.

Nach und nach verschwinden nun auch die zentrale Jurtenburg, die Reste der Koch- und Lagerfeuerstellen und die leuchtende Space-Dekoration, bis schließlich auch die Stationsbesatzung in ihre Heimatshuttles steigt. Viele neue Freundschaften wurden geschlossen, alte Freunde wiedergesehen und Geschichten erzählt. Was es wohl im nächsten Jahr geben wird?

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