Zeltplatz weicht DPSG Shopping- und Partycenter

veröffentlicht am 1. April 2016

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Der Ausbau des Diözesanzentrums Rüthen ist noch nicht allzu lange beschlossen und schon machen die radikalen Pläne der Steuerungsgruppe die Mitglieder der DPSG auf sich aufmerksam.

Das Diözesanzentrum soll die touristische Attraktivität der Region um das historische Stadtzentrum weiter steigern und die umliegenden Gebiete mit neuen Arbeitsplätzen in eine Konjunkturzone verwandeln. „Von Sägewerken allein lebt eine Stadt nicht“, meint Bürgervorstand Horst Weipen, „Was die DPSG da vorhat ist ehrgeizig und hat unsere volle Unterstützung„.

dioezesanzentrum-ruethen-umbau-shopping-mall-planDas durch seine Lage im Städtedreieck gut geeignete Baugrundstück des Diözesanzentrums soll sich bis Ende 2017 in eine Shopping-Mall mit  20.160 m² Einzelhandelsfläche verwandeln. Hinter Diözesanzentrum und Kapelle werden 442 zusätzlichen Parkplätze entstehen, die vorhandenen Parkbuchten ökologisch sinnvoll weitergenutzt werden. Die zuletzt hinzugekommenen Bauvorhaben „Kapelle“ und „Bannermasten“ werden in das moderne Konzept voll integriert, Anpassungen sind aufgrund des modernen Baustils nur an den Außenanlagen notwendig. „Mit ausreichend Räumen für diverse Materialien für Ausbesserungsarbeiten wird die Mall auch der bisherigen Verschuppung des Geländes ein Ende machen“, so Geschäftsführer Ulrich Weber. Zwischen spirituellen Ruhezonen, wie den besagten sakralen Räumlichkeiten und einer Starbucks Großfiliale, soll den Pfadfinderinnen und Pfadfindern jeden Alters das Flanieren und Shoppen ohne Stress und den sonst üblichen Überlebensdruck der Natur ermöglicht werden.

Die grünen Parkanlagen sowie Dach- und Tragekonstruktionen sollen in Eigenleistung entstehen. „Das hat sich ja schon bewährt“, sagt dazu Diözesankurat Simon Schwamborn, „Pfadfinder können einfach anpacken.“

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Geplantes Discoareal „rover“

Platz zum Zelten bleibt nach dem Umbau zwar nicht mehr viel, doch die vier Verbandsstufen wollen durch ein integriertes Partycenter mit farblich wechselnder Beleuchtung Begeisterung schaffen. Der Endausbau der Discoanlagen soll dann mit sechs Hallen jeden Geschmack befriedigen. Der Jugendarbeit wird der Verband damit gerecht: Nicht alle Kinder haben heute überhaupt noch Zugang zu Wäldern und Wiesen.

Der Verwaltungsrat hofft, dass sich der neue Bau binnen einer Fünfjahresfrist rentiert. Das Wachstum für konsumorientierte Zielgruppenansprache ist bisher ungebremst. Die lange Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen sollen, laut Meinung des Ältestenrates des Diözesanverbandes, das Vorhaben erleichtern. Pressesprecher Dr. J.G. Werner fasst zusammen: „Man weiß ja schließlich, was die Jugend will!“


  1. Kommentar von Gisela Hölscher (1. April 2016, 15:28 Uhr )

    Hallo
    Ich bitte um Zusendung einer neuen Arbeitsplatzbeschreibung
    mit einer entsprechenden Gehaltserhöhung .
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen
    Gisela

  2. Kommentar von Steffi (1. April 2016, 18:21 Uhr )

    Gisela, you made my day! 😀

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