Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg
Diözesanverband Paderborn

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Leinen Los – Kobold on Tour 2009

Juffilager-Web2IMMENHAUSEN 14 bunte Tage verbrachten 150 Jungpfadfinder und ihre Leiter aus dem Diözesanverband Paderborn jetzt im Zeltlager in Immenhausen bei Kassel. Dort trafen sich die Kinder und Jugendlichen des Paderborner Diözesanverbandes der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) zum großen Zeltlager „Leinen los – Kobold on tour 2009“.
Die Jungpfadfinder aus allen Teilen der Erzdiözese Paderborn – Stämme aus Hagen, Herdringen, Brilon, Castrop, Hamm, Dortmund und Höxter waren dabei – begaben sich zusammen mit dem Kobold, dem Maskottchen der Jungpfadfinderstufe, auf Weltreise. Schließlich hatte der Kobold herausgefunden, dass dunkle Mächte die Welt bedrohten. Schatten warfen sich über das Land: Langeweile, Perspektivlosigkeit, mangelnde Motivation, Depression und Niedergeschlagenheit. Doch zusammen mit den zahlreichen Mädchen und Jungen konnte der Kobold die Schatten besiegen, denn bei den Pfadfindern herrscht immer gute Laune, Stimmung, Motivation und Action.
Juffilager-Web4Rund um diese Geschichte drehte sich das zweiwöchige Lager, bei dem die Jungpfadfinder auch in fremde Kulturen eintauchen konnten. „Das war schon ein sehr schönes Lager“, resümierte Stufenkuratin Steffi Lehmenkühler. Viel zu erleben gab es für die Kinder und Jugendlichen, denn im Kampf gegen die Schatten führten „Reisetage” quer durch die Kontinente. In Afrika galt es beispielsweise Ofen, Instrumente und Spiele zu bauen. Aber auch beim Essen bekamen die Teilnehmer Spaß: „Eine besondere Herausforderung war es Yams und Hirsebrei mit den Händen zu essen“, blickt Steffi Lehmenkühler glücklich zurück. Weiterhin konnten die Juffis in Asien Klettern gehen, Stirnbänder gestalten und einfach der alten Kultur nachspüren. Das Essen mit Stäbchen bereitete dabei weniger Probleme als vermutet.Juffilager-Web
Viele Überraschungen sorgten aber auch beim Besuch in Australien für viel Spaß, tauchten doch beim Abendprogramm plötzlich eine bekannte australische Sängerin und zwei waschechte Kängurus auf. In Amerika konnten die Juffis erleben, wie der typisch nordamerikanische Couch-Potatoe seinen Abend vor dem Fernseher verbringt, wohingegen tagsüber der LagerKing – eine Abwandlung der berühmten Fastfoodkette mit dem goldenen M – Anziehungsmagnet auf dem Zeltplatz schlechthin war. „In Europa lag der Fokus in unmittelbarer Nähe zur deutschen Märchenstraße natürlich bei europäischen Märchen“, so Stufenkuratin Lehmenkühler.
Aber auch ein Hajk – für einige Tage verließen die Kinder und Jugendlichen mit ihren Leitern das Lager nur mit dem notwendigsten Gepäck – wartete auf die Gruppen.Dirksmeier-Juffilager Zeigten hier viele anfangs doch ziemliche Skepsis, war der Hajk im Rückblick dann doch einer der Höhepunkte für die Juffis. „Übernachtet wurde dort, wo man unterwegs auf Gastfreundschaft stieß“, erzählte Steffi Lehemkühler. So kam es, dass die Gruppen bei Bauern, in Schutzhütten, aber auch in einer Burgruine oder einer ehemaligen Kirche, in der nun ein Künstler sein Atelier hat, unterkamen. Bei der Rückkehr wartete ein Open-Air-Gottesdienst mit Diözesankurat Tobias Dirksmeier auf die Teilnehmer sowie das Heimkehrerfest, zu dem viele Geschichten „von unterwegs“ zum Besten gegeben wurden.
Im Gottesdienst standen die Geschichte vom Streichholz, das sich nicht anstecken lassen will und das Evangelium von der Brotvermehrung im Mittelpunkt. „Nur wenn jeder etwas einbringt, kann etwas Besonderes für alle entstehen, an das man lange denkt und von dem man gerne erzählt, um auch andere zu begeistern und zu ermutigen“, fasste die Stufenkuratin die Botschaft des Gottesdienstes zusammen. Das war ja auch das, was von den Juffis in der Rahmengeschichte des Lagers gefordert war. „Nur rumsitzen und warten, dass was passiert, ist eben nicht pfadfinderlike“, so Steffi Lehmenkühler.Gruppenbild-Juffilager
Am Ende schafften es die Juffis mit vereinten Kräften dann tatsächlich: die im Laufe der Weltreise gesammelten Codeteile wurden zusammengefügt und so fanden die Juffis die Bestandteile für einen Trank, der es dem Kobold ermöglichte, in die Schattenwelt einzudringen und die Schatten zu besiegen. Nicht zuletzt auch das tolle Wetter tat sein Übriges dazu, dass das Lager sicher allen lange in der Erinnerung bleiben wird.

Dirk Lankowski, Pressereferent
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