72-Stunden-Aktion


Pfadfinder zeigen bei 72-Stunden-Aktion flinke Hände, flinke Füße, wache Augen und weite Herzen

ruethen72stdPADERBORN Der Spielplatz des Kindergartens in Dortmund Brünninghausen soll wieder strahlen. Mit diesem Ziel geht der DPSG-Pfadfinderstamm „Heilige Familie“ in Dortmund-Brünninghausen die 72-Stunden-Aktion an. Spielgeräte sollen von Rost befreit werden, einen neuen Anstrich bekommen oder ganz erneuert werden. Hand anlegen müssen die Pfadfinder auch an einer kleinen Hütte für die Kinder, denn hier muss ein neues Dach her. „Wir werden den Spielplatz wieder herrichten“, freut sich Stammesvorsitzender Markus Ebert auf die große Sozialaktion des BDKJ im Mai. Denn dem Kindergarten – dieser ist in evangelischer Trägerschaft – fehlen die Mittel zur Erneuerung der Spielgeräte. „Da muss doch was zu machen sein“ dachten sich also die Pfadfinder und beförderten die Baustelle zu ihrem 72-Stunden-Projekt. „Wir haben die Manpower“, erklärt Markus Ebert. Dass das Projekt einer evangelischen Einrichtung quasi zu gute kommt, finden die Jugendlichen gut, schließlich sind Pfadfinder „weltoffen“ und hier kommt gelebte Ökumene ins Spiel. Zwar werden die Brünninghausener Pfadfinder auch ihr Klischee „Jeden Tag eine gute Tat“ bedienen, aber gerade das sei gewollt, so der Stammesvorsitzende. Rund 20 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden rund um die Uhr aktiv sein, um den Kindergartenkinder wieder eine schöne Spielmöglichkeit an der frischen Luft zu ermöglichen. Dass die 72 Stunden reichen werden, davon ist Markus Ebert überzeugt. Zwar sind noch nicht alle Vorbereitungen abgeschlossen und einiges wird auch spontan passieren, die Aktion soll eine Herausforderung bleiben, „aber wir kriegen das hin, alle werden mit anpacken“, ist sich Ebert sicher.

Messdiener und Pfadfinder schließen Bündnis

Genauso optimistisch ist man auch im sauerländischen Rüthen. Dort haben Messdiener und die Pfadfinder vom Stamm Graf-Folke-Bernadotte ein kleines Bündnis geschlossen und werden mehrere kleinere Projekte erledigen. Zum einen werden direkt am Marktplatz in Rüthen eine größere Sitzecke für Senioren und ein Sandkasten für Kinder geschaffen, zum anderen organisieren Pfadfinder und Messdiener einen Seniorennachmittag am zweiten Tag der Aktion und wollen die älteren Bürger richtig verwöhnen. Viele Rüthener Geschäftsleute sponsern die Aktion, außerdem wird eine Waffelback-Aktion vor einem Supermarkt gestartet, um die Projekte zu finanzieren. Den ersten Spatenstich haben die Verantwortlichen auch schon nach einem Auftaktgottesdienst gesetzt und eine Tulpe gepflanzt sowie ein großes Werbeschild aufgestellt. Als Schirmherren konnten mit Altbürgermeister Rolf Gockel und Pfarrer Bernd Götze zwei Stadtpersönlichkeiten geworben werden…
Bei den Pfadfinder im Erzbistum Paderborn laufen die Vorbereitungen für die großes Sozialaktion auf Hochtouren. Über die Hälfte der einhundert Pfadfinderstämme des Diözesanverbandes der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) haben sich schon für die 72-Stunden-Aktion vom 7. bis 10. Mai angemeldet, präsentierten Diözesanvorsitzende Annemarie Schulte und Geschäftsführer Ulrich Weber jetzt die positiven Anmeldezahlen zur Aktion. So werden hunderte Pfadfinder wieder einmal flinke Hände, flinke Füße, wache Augen und weite Herzen zeigen.
Immer kommen die Pfadfinder dabei zu ihren Wurzeln zurück: In Dortmund will der hiesige Pfadfinderbezirk parallel zu den eigentlichen Aktionen in den Stämmen eine Umweltaktion starten und 72 Minuten lang mit Wölflingen, Jungpfadfindern, Pfadfindern und Rovern Müll sammeln und so zur sauberen Natur beitragen.

In Dortmund wird es international

International wird es dagegen im Dortmunder Pfadfinderstamm St. Josef Kirchlinde zugehen. In den Gruppenstunden und am ersten Aktionstag werden in Afrika-Werkstätten beispielsweise Schmuck und Trommeln erstellt sowie zusammen mit einigen afrikanischen Gästen landestypische Speisen zubereitet. Am zweiten Tag findet ein afrikanisches Fest auf der Kirch-Wiese statt, „eben wie ein kleines Pfarrfest“, erzählt Katrin Jeworowski. Der Erlös der Aktion geht nach Simbabwe, dort soll ein Schulprojekt der Gemeinde unterstützt werden. „Die Eine Welt und das Füreinander-da-sein stehen bei uns klar im Mittelpunkt“, erläutert Katrin Jeworowski die Intention.
Ihrer Verantwortung in der Gesellschaft wollen die Pfadfinder in Augustdorf im Teutoburger Wald gerecht werden. Hier werden die Kinder und Jugendlichen ein Schwimmbad, das mittlerweile von einem Förderverein getragen wird, durch einen Sinnenpark attraktiver gestalten. Ein Sinnenpfad, eine visuelle Scheibe und eine Fühlwand sollen nach den Vorstellungen der Pfadfinder entstehen. „Die Aktion ist schon sehr naturverbunden“, schildert Ines Gronwald vom Augustdorfer Stamm. Aber auch die Pädagogik kommt nicht zu kurz: „Die Sinne sollen geschärft und die Motorik verbessert werden“, so Ines Gronwald.

Dirk Lankowski, Pressereferent des DPSG-Diözesanverbandes
Presse

Weitere Infos gibt’s auf der Aktionshomepage www.72stunden.de und beim BDKJ Paderborn