Tobias „Tobi“ Dirksmeier neuer DPSG-Diözesankurat

veröffentlicht am 28. April 2009

web-1dirksmeierRÜTHEN/PADERBORN Der Paderborner Diözesanverband der Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) hat einen neuen Diözesankuraten. Tobias Dirksmeier, bisher Vikar in St. Pankratius Körbecke am Möhnesee, wurde am Wochenende während der Diözesanversammlung im Pfadfinderzentrum „Eulenspiegel“ in Rüthen als Nachfolger von Lars Hofnagel gewählt.

„Pfadfinder-sein ist für mich ein Stück Familie“, erklärte der 33-jährige Tobias Dirksmeier seine Beweggründe zur Kandidatur und berichtete von seinen Erlebnissen aus dem Pfadfinderstamm St. Pankratius Möhnesee. web-dirksmeierZwar konnte Tobias Dirksmeier – am Möhnesee liebevoll „Tobi“ genannt – keine typische Pfadfinder-Karriere vorweisen, aber die Delegierten aus dem ganzen Erzbistum überzeugte er: „Pfadfinder – das ist für mich ein ganz besondere Lebenshaltung“, habe er sich in den letzten Jahren von der Idee und den Möhnesee-Pfadfindern inspirieren lassen. Einstimmig mit 25 Stimmen wurde der neue Diözesankurat gewählt. „Ich freue mich sehr“, strahlte Dirksmeier und sein Vorgänger Lars Hofnagel schloss ihn in die Arme. Als Nachfolger von Hofnagel ist Dirksmeier vor allem für die geistliche Leitung des großen Jugendverbandes mit Sitz in Paderborn zuständig.
Gut aufgestellt zeigten sich die katholischen Pfadfinder im Erzbistum Paderborn während ihrer 66. Diözesanversammlung. Zwar ist noch immer der männliche Vorstandsposten vakant, doch Vorsitzende Annemarie Schulte präsentierte zusammen mit Geschäftsführer Ulrich Weber positive Zahlen in fast allen Bereichen. Über 7500 Mitglieder zählt der Diözesanverband, „die Mitgliederzahlen sind konstant“, so Geschäftsführer Weber. Zudem habe es vermehrt Anfragen von Pfarrgemeinden zu Siedlungs-Gründungen (Siedlungen sind eine Vorstufe von Pfadfinderstämmen) gegeben.

Schulungs- und Erholungsstätten im Aufwind

Die drei Schulungs- und Erholungsstätten des Diözesanverbandes, das Diözesanzentrum „Eulenspiegel“ mit Zeltplatz in Rüthen, das Rochus-Spiecker-Haus in Bielefeld und das „Seehause“ am Möhnesee, bescherten der DPSG ebenfalls gute Zahlen. „Die Auslastungen des Seehauses und des Hauses in Bielefeld haben sich gut entwickelt“, so Weber. Im Diözesanzentrum „Eulenspiegel“ blieben die Zahlen konstant hoch, wobei die Events „WJT@home“ und der „IronScout“ für eine höhere Auslastung auf dem Zeltplatz sorgten.
webdiozesanversammlung2Die Delegierten stimmten während der Versammlung auch den Plänen zum Kapellenbau auf dem Zeltplatz „Eulenspiegel“ zu. Dort wollen die Pfadfinder ein richtiges Gotteshaus errichten, eine Kapelle für bis zu 150 Gottesdienstbesucher. Der Versammlung präsentierte Architekt und Pfadfinder Thomas Rehermann zwei Vorschläge. Schnell hatten die Delegierten einen Favoriten gefunden, für den die Versammlung auch votierte. Die Pläne werden jetzt in der AG Kapellenbau konkretisiert und für den Sommer 2010 ist der erste Spatenstich geplant. Der Bau wird rund 300 000 Euro kosten, die Finanzierung soll durch Eigenmittel, Spenden und Zuschüsse gesichert werden.
„Die Arbeitsgruppe kann weiter arbeiten“, freute sich Lars Hofnagel, der als Diözesankurat maßgeblich an den Planungen beteiligt war. Sechs Jahre hatte Hofnagel im Diözesanverband gewirkt. Am Samstagabend verabschiedeten sich die langjährigen Mitstreiter von „ihrem Kuraten“. Doch ganz wird Hofnagel nicht verschwinden: Im Sommer wird der Pastor für das Amt des BDKJ-Diözesanseelsorgers kandidieren und möchte die Nachfolge von Andreas Neuser antreten. „Es war eine wunderbare Zeit, die mich sehr geprägt hat“, resümierte Hofnagel die Arbeit im DPSG-Diözesanverband.

Abschied von DAKE-Referent Andreas Thiemann

webdiozesanversammlungAbschied nehmen mussten die auf Diözesanebene aktiven Pfadfinder auch von Andreas Thiemann, der fünf Jahre als Referent für Entwicklungsfragen dem Facharbeitskreis Entwicklungsfragen (DAKE) vorstand und über 15 Jahre dem Arbeitskreis als Mitglied angehörte. „Job und Familie“ bewegten Andreas Thiemann zum Rücktritt, auch wollte er Platz „für junge und neue Leute“ machen. Hauptsächlich betreute der DAKE die seit dem Jahr 2000 bestehende Partnerschaft mit der Diözese Jassikan in Ghana in West-Afrika.
Die Verabschiedung von Lars Hofnagel und Andreas Thiemann wurde mit einer rauschenden Verleihung der „Goldenen Knoten“ gefeiert. Mehr zu den Feierlichkeiten und zur Diözesanversammlung im nächsten Tambuli.

Dirk Lankowski, Pressereferent des Diözesanverbandes
Presse


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