Eine Schneekapelle am Eulenspiegel

veröffentlicht am 16. Oktober 2009

IMG_3473RÜTHEN Die kalten Temperaturen der letzten Tage machten es möglich: Auf dem Pfadfinder-Zeltplatz „Eulenspiegel“ zwischen Kallenhardt und Rüthen entstand ein stattliche „Schneekapelle“ – gebaut aus Pfadfinderhand. Der Paderborner Diözesanverband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) führte mit 17 Gruppenleitern, unter anderem aus Belecke, Hohenlimburg, Menden, Zelle, Bonn, Berlin und Hamburg, einen so genannten Woodbadgekurs durch. Dieser neuntägige Kurs ist die international anerkannte Ausbildung für Leiterinnen und Leiter der DPSG im Rahmen des bundeseinheitlichen Ausbildungskonzeptes. Inhaltlich geht es um die beiden Schwerpunkte Projektmethode und Persönlichkeitsentwicklung.

14 Jungpfadfinderleiter aus ganz Deutschland bauten die Schneekapelle.

14 Jungpfadfinderleiter aus ganz Deutschland bauten die Schneekapelle.

Die Teilnehmer hatten sich eben den Bau eines Schneegebetshauses als Projekt vorgenommen, angelehnt an den geplanten Kapellenbau des hiesigen 7500 Mitglieder zählenden Kinder- und Jugendverbandes. Also mussten die Pfadfinderleiter zusammen mit ihren Kursleitern Tobias Rödel, Steffi Lehmenkühler, Andreas Plotz und Ansgar Gollnick vom Diözesanarbeitskreis der Jungpfadfinderstufe fleißig planen, denn der Zeitraum von drei Tagen machte die Aktion zu einer echten Herausforderung. Schnell wurde ein großer Sattelschlepper der Belecker Franke GmbH organisiert, mit der eine große Eisspende aus dem Eissportzentrum in Echtrop abgeholt wurde.Mit Händen, Schaufeln und Kästen für die Eisblöcke machten sich die Pfadfinder daran, die Schneekapelle aufzubauen. „Wenn wir eine Kapelle aus Eis bauen können, dann schafft der Diözesanverband auch den Kapellenbau“, erklärte ein Teilnehmer zum Abschluss der Aktion. Sichtlich erschöpft – es wurde bis in die späten Nachtstunden hinein gebaut – aber glücklich zeigten sich die Teilnehmer nach der Aktion. Ein eigentlich geplanter Gottesdienst mit Diözesankurat Tobias Dirksmeier konnte jedoch nicht mehr in der Eiskapelle stattfinden, denn Regen und warme Temperaturen setzten dem Gebäude am Freitagmorgen kräftig zu.

Neben der Projektmethode stand auch die eigene Persönlichkeit als Leiter im Mittelpunkt des Kurses.

Neben der Projektmethode stand auch die eigene Persönlichkeit als Leiter im Mittelpunkt des Kurses.

Das Projekt ist eine typische Handlungsform für Pfadfinder. Im Woodbadgekurs wird schließlich die Projektmethode aktiv ausprobiert und angewandt. Und daneben steht der Leiter als Person im Mittelpunkt. Sich selbst besser kennen lernen um zu wissen, was einen selbst als Persönlichkeit als Leiterin und Leiter ausmacht. Die DPSG versucht durch diese Leiterausbildung ihrem Anspruch als Erziehungsverband gerecht zu werden.
Neben dieser Aktion stand aber auch ein Tag in Paderborn auf dem Programm. Dem Motto „Tatort Woodbadgekurs“ entsprechend, wurde der Paderborner Dom genauer unter die Lupe genommen, außerdem kamen die Leiter mit einem Privatdetektiv und einer Krimibuchautorin in Kontakt. „Wir wollten die Werdegänge kennen lernen und unseren Blick weiten“, beschrieb Steffi Lehmenkühler die Idee. Am Abend fand dann auch ein stimmungsvolles „Krimidinner“ im Diözesanzentrum in Rüthen statt.

Die Westfalenpost berichtet auf ihrer Online-Plattform „Der Westen“.

Text: Dirk Lankowski, Pressereferent
Fotos: Tobias Rödel und Andreas Haarmann-Thiemann

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