„Nicht zur Normalität werden lassen“ – BDKJ setzte sich mit Gefahren von Rechts auseinander

veröffentlicht am 15. November 2009

bdkjOLPE Nach Meinung des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Diözesanverband Paderborn treten leider auch im Erzbistum Paderborn immer häufiger rechtsextreme Gruppierungen in Erscheinung. Vor diesem Hintergrund sahen sich die jungen Katholiken in der Pflicht und widmeten sich bei ihrer jüngsten Diözesanversammlung am vergangenen Wochenende im Jugendhof Olpe der Gefahr von Rechts. Unterstützung erfuhren sie dabei von Ralf-Erik Posselt, Koordinator der Initiative SOS-Rassismus-NRW, der über Vorgehensweisen und Strategien rechter Organisationen referierte.
„Wir dürfen das Auftreten rechtsextremistischer Gruppen nicht zur Normalität werden lassen“, lautete der eindringliche Aufruf Posselts. Die Verbreitung von neonazistischem Gedankengut durch Musik, Internetauftritte und Demonstrationen sei besorgniserregend hoch. Ausgerechnet Kinder und Jugendliche gerieten dabei oft in den Mittelpunkt der braunen Propaganda, ist der Pädagoge überzeugt. Aus diesem Grund spielen Jugendorganisationen wie der BDKJ und seine Mitgliedsverbände eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus. „Gibt jungen Menschen das Gefühl von Gemeinschaft, Geborgenheit und Anerkennung“, riet Posselt den BDKJ-Vertretern. Auf diese Weise werde den Rechten der Nährboden entzogen.
„Wir werden die Impulse der Versammlung nutzen, um in Zukunft noch deutlichere Signale gegen Rechts zu setzen“, erklärte Kathrin Jäger, BDKJ-Diözesanvorsitzende, im Anschluss. Dabei möchte sie auf die gesamte Breite und Vielseitigkeit der katholischen Jugendverbände zurückgreifen, um flächendeckend gegen Rechts zu handeln, so die 26-jährige. Ziel des BDKJ ist es, verstärkt junge Menschen über die rechtsradikalen Ideen aufzuklären und konkrete Aktionen gegen Rechtsextremismus zu erarbeiten. Im Zuge dessen rief der BDKJ die Politik auf, die Zuschüsse für Kinder- und Jugendarbeit nicht zu kürzen. „Kontinuierliche Angebote brauchen finanzielle Planungssicherheit“, so der abschließende Appell Jägers.
Als höchstes Beschluss fassendes Gremium der katholischen Jugendverbandsarbeit im Erzbistum Paderborn tagt die BDKJ-Diözesanversammlung zweimal jährlich und trifft dabei grundlegende Entscheidungen für die Interessenvertretung von Kindern und Jugendlichen in Politik, Kirche und Gesellschaft. Rund 70 Delegierte der BDKJ-Mitglieds-, Stadt- und Kreisverbände aus dem gesamten Erzbistum vertreten dabei ca. 70.000 Mitglieder in den katholischen Jugendverbänden.

BDKJ-Diözesanverband Paderborn, Bastian Spreckelmeyer

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