Pfadfinderbewegung warnte vor Nationalismus

veröffentlicht am 22. März 2010

Lord Robert Baden-Powell, Gründer der Weltpfadfinderbewegung, traf niemals Adolf Hitler, stellte das Weltbüro der Weltpfadfinderbewegung fest. Tatsache ist, dass sich die Weltpfadfinderbewegung schon in den 30er Jahren gegen Nationalismus und Patriotismus aussprach.
Medienberichte der letzten Tage erweckten fälschlicherweise den Eindruck, dass Robert Baden-Powell Sympathien für Hitler gehegt hätte. Dabei wurden Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände wie gerade auch die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg im Dritten Reich verboten. Wer weiterhin den pfadfinderischen Weg beschritt, riskierte verfolgt und bestraft zu werden. Die irreführenden Medienberichte kamen ins Rollen, nachdem der britische Geheimdienst am 8. März 2010 Material aus den Jahren 1937 bis 1944 an das britische Nationalarchiv übergeben hatte.
Die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (kurz: rdp) erklärten in einer Stellungsnahme ausführlich, wie der Nationalsozialismus in Deutschland versuchte die Pfadfinderbewegung gleichzuschalten und die Verbände schließlich verbot. Die Weltorganisation der Pfadfinderbewegung WOSM legte in ihrer Stellungsnahme (deutsche Übersetzung) da, wie die Weltpfadfinderbewegung deutlich auf Distanz zu Nazi-Deutschland ging.


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