Rüthen soll Kulturhauptstadt der Pfadfinder werden

veröffentlicht am 26. April 2010

RÜTHEN Der Zeltplatz „Eulenspiegel“ soll nicht nur Standort einer Kapelle werden, am Wochenende erklärten die Pfadfinder, dass Rüthen auch „Kulturhauptstadt“ werden soll. Am Fronleichnamswochenende 2011 findet ein Großveranstaltung für alle Leiterinnen und Leiter der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn statt. „Es wird nicht nur um Theater oder Musik gehen, wir wollen unsere Verbandskultur zeigen“, erklärt Diözesanvorsitzender Tobias Babusch bei der Frühjahrsdiözesanversammlung in Rüthen. Dabei geht es darum, die Identifikation der rund 1600 Gruppenleiter mit ihrem Verband zu stärken und sie untereinander zu vernetzen. Neben dem Zeltlager auf dem „Eulenspiegel“ und „viel Spaß“ nehmen die Pfadfinder an diesem Wochenende auch an der Wallfahrt des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) nach Werl teil, um 350 Jahre Werl-Wallfahrt zu feiern.

Wahlen standen bei der Versammlung im Diözesanzentrum in Rüthen nicht an. Dafür setzten sich die Pfadfinder mit verschiedenen Themen auseinander. Unter dem Titel „Tenemos derechos – Wir sind Rechthaber” widmen sich die Pfadfinder ein Jahr lang den Kinderrechten in Bolivien und Deutschland. Ein weiterer wichtiger Punkt war der anstehende Kapellenbau, neuste Pläne und Überlegungen konnten dabei präsentiert werden. Auch ohne Kapelle feierten die Pfadfinder während der Versammlung einen Gottesdienst, BDKJ-Diözesanseelsorger Lars Hofnagel kam zur Open-Air-Messe in die Eulenspiegel-Arena.

Der Diözesanvorstand mit Annemarie Schulte und Tobias Babusch zog ein positive Bilanz für das zurückliegende Jahr. Zwölf neue ehrenamtliche Mitarbeiter konnten in den Arbeitskreisen begrüßt werden. „Wir sind erfreut, dass sich so viele junge Erwachsene für die Arbeit im Verband engagieren“, so Babusch. „Und wir freuen uns auf den Kapellenbau und die Leiterveranstaltung als Groß-Event“, so Schulte.

Positiv ist auch die Entwicklung im Bereich der Schulungs- und Erholungsstätten (Rüthen, Möhnesee, Bielefeld). „Nach dem Top-Jahr 2008 haben wir wieder ein gutes Ergebnis eingefahren“, so Geschäftsführer Ulrich Weber. „Wir haben eine besonders gute Entwicklung am Möhnesee, wo wir mit dem Seehause seit fünf Jahren am Start sind.“ Zufrieden sind die Pfadfinder auch mit der Entwicklung im Bereich der Berufsorientierungsmaßnahmen für Förderschüler. 25 Berufsorientierungscamps wurden organisiert. „Das passt gut zu uns Pfadfindern, hier engagieren wir uns für benachteiligte Menschen“, so Weber.

Sorgen breitet den Pfadfindern ein ganz anderes Thema. BDKJ-Diözesanvorsitzende Kathrin Jäger rief während der Versammlung die Pfadfinder auf, die Finanzen der Kommunen in den Blick zu nehmen. Die schwierige Haushaltslage vieler Städte und Gemeinde bringe Politiker dazu, die Zuschüsse für die Jugendarbeit zu streichen. „Wir müssen uns massiv dagegen wehren“, rief Jäger den Vertretern der 7500 Pfadfinder im Erzbistum zu.

Neue Mitglieder in den Arbeitskreisen: Frauke Langner, Markus Dettmer-Prause (beide Diözesanarbeitskreis Pfadfinderstufe), Christian Schepers (Diözesanreferent Pfadfinderstufe), Kristina Drüke (Diözesanreferentin Behindertenfragen), Rolf Lange, Katrin Schröpfer, Judith Wenner, Alice Knorr (alle Diözesanarbeitskreis Internationale Gerechtigkeit), Steffi Henrich (Diözesanarbeitskreis Jungpfadfinder), Dennis Willeke und Dorina Fichte (beide Diözesanarbeitskreis Wölflinge).

Text und Fotos: Dirk Lankowski, Pressereferent des Diözesanverbandes

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