Pfadfinder aus Bielefeld beim Kinderrechte-Preis

veröffentlicht am 14. Februar 2011

PADERBORN Der erstmals ausgeschriebene Kinderrechte-Preis der Caritas im Erzbistum Paderborn geht nach Gütersloh. Am Freitag, 11. Februar, hat der Diözesan-Caritasverband im Salvatorkolleg Hövelhof die Vorschulkinder der Tageseinrichtung Bruder Konrad aus Gütersloh-Spexard mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Auf die weiteren Plätze kamen das Kinder- und Jugenddorf Delbrück und die Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen bei Brilon. Insgesamt hatten sich 14 Kinder- und Jugendgruppen aus dem Erzbistum Paderborn an dem Wettbewerb beteiligt, darunter auch ein Stamm des DPSG-Diözesanverbandes Paderborn. Mit einer Fotostory zum Thema Integration ausländischer Kinder haben sich die Wöflinge des Stammes Liebfrauen aus Bielefeld am Wettbewerb um den Kinderrechte-Preis der Caritas im Erzbistum beteiligt. „Neue Freunde für Ekin“ heißt die Präsentation.

Die Aufgabe des Wettbewerbs0 bestand darin, die von den Vereinten Nationen deklarierten Kinderrechte kreativ darzustellen. Die Siegergruppe aus Gütersloh konnte die mit Kindern besetzte Jury mit einem selbst gemalten Bilderbuch, besonderen Schildern und einem Plakat überzeugen. Der Kindergarten darf sich über ein Preisgeld von 750 Euro freuen. Das Kinder- und Jugenddorf Delbrück entwickelte als zweiter Sieger (500 Euro) ein Quiz zu Kinderrechten nach dem Vorbild von „Wer wird Millionär?“ und produzierte dazu ein Video. Die Kinder der Verbundschule Alme-Madfeld-Thülen (3. Platz, 250 Euro) buchstabierten die Kinderrechte in einem Kalender; zu jedem Buchstaben gestalteten sie ein Kalenderblatt.

Theo Breul, Leiter der Abteilung Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe im Diözesan-Caritasverband betonte bei der Preisverleihung, wie wichtig es sei, Kinderrechte nicht nur zu kennen: „Es geht darum, dass Kinder und Jugendliche sich darin einüben, für sich und die Rechte ihrer Mitmenschen einzutreten.“ Die UN-Kinderrechtskonvention aus dem Jahr 1989 beschreibt in 54 Artikeln die Rechte aller jungen Menschen. Neben Lebens- und Schutzrechten werden Förder-, Entwicklungs- und Beteiligungsrechte formuliert. Jeder junge Mensch hat demnach z. B. das Recht, nicht in Armut aufwachsen zu müssen und vor jeglicher Gewalt geschützt zu werden.

Die Caritas hat jetzt die NRW-Landesregierung und den Landtag aufgefordert, der Politik für Kinder neuen Schub zu verleihen. NRW brauche „Chancen für Kinder“ heißt es in einem Positionspapier. Unter anderem fordert die Caritas einen besseren präventiven Kinderschutz. Die rot-grüne Landesregierung wird aufgefordert, die Position eines Kinderbeauftragten wieder einzuführen, der Landtag solle eine Kinderkommission einsetzen, die die Umsetzung der „Chancen für Kinder“ politisch begleitet. Die Caritas regt zudem an, eine Ombudsstelle für junge Menschen einzurichten. Diese solle Familien und junge Menschen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte gegenüber Behörden unterstützen.


Möchtest du einen Kommentar schreiben?