Silja Fröhlich und Viktoria Schlotz bringen Friedenslicht aus Betlehem ins Erzbistum Paderborn

veröffentlicht am 11. Dezember 2011

DORTMUND Für die DPSG-Pfadfinderinnen Silja Fröhlich und Viktoria Schlotz aus dem Erzbistum Paderborn ging am heutigen Sonntagnachmittag eine aufregende Reise zu Ende. Gut behütet brachten sie zusammen mit Pfadfindern von der Pfadfinderinnenschaft St. Georg (PSG) und vom evangelischen Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) direkt aus Wien das Friedenslicht aus Betlehem in die ökumenische Aussendungsfeier in die Evangelische Reinoldi-Kirche in Dortmund. Und sie wurden von hunderten Pfadfindern aus allen Regionen der Erzbistums mit Spannung erwartet. Sie berichteten von ihren Erlebnissen, brachten aber auch die Botschaft für die Menschen mit: „Licht verbindet Völker.“ Denn mit diesem Motto möchte die Aktion Friedenslicht in diesem Jahr ein internationales Zeichen setzen: Allen, die das Licht entgegen nehmen, kann es bewusst machen, dass das Friedenslicht ganz viele Länder der Welt erreicht und miteinander verbindet. DPSG-Diözesankurat Tobias Dirksmeier, der den Gottesdienst mitfeierte, betonte: „Durch die Weitergabe des Lichtes kann das Zeichen des Friedens und der Versöhnung, Grenzen von Nationen, Religionen und Kulturen überwinden helfen.“

In der Reinoldi-Kirche breitete sich dann die kleine Flamme zum Lichtermeer aus und die Kinder und Jugendlichen stimmten mit ihren Leitern das Friedenslichtlied an. Diözesankurat Dirksmeier, Barbara Börgel, Mitglied der Arbeitsgemeinschaft “DPSG ist Kirche” im Erzbistum, Udo Bußmann, Landesjugendpfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen, und der Dortmunder BDKJ-Jugendseelsorger Michael Vogt verteilten das Licht. Doch das Friedenslicht blieb natürlich nicht in der Kirche. Nach der Feier schwärmten die vielen Pfadfinderdelegationen aus und brachten das Friedenslicht in ihre Pfarrgemeinden, damit es an Weihnachten in vielen Häusern, Kirchen und sozialen Einrichtungen leuchtet. Auf den unterschiedlichen Bahnstrecken entzündeten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Kerzen und Laternen der wartenden Menschen auf den Bahnsteigen.

Hintergrund der Aktion: Im Jahr 1986 entstand im oberösterreichischen Landesstudio des Österreichischen Rundfunks (ORF) die Idee, die mittlerweile eine Lichtspur durch ganz Europa gezogen hat: Ein Licht aus Betlehem soll als Botschafter des Friedens durch die Länder reisen und die Geburt Jesu verkünden. Das Licht ist das weihnachtliche Symbol schlechthin. Das Entzünden und Weitergeben des Friedenslichtes erinnert an die weihnachtliche Botschaft und an den Auftrag, den Frieden unter den Menschen zu verwirklichen.

Seit 1986 wird das Friedenslicht in jedem Jahr in den Wochen vor Weihnachten von einem oberösterreichischen Kind in der Geburtsgrotte Jesu entzündet. Von Bethlehem aus reist das Licht mit dem Flugzeug nach Wien. Dort wird es am dritten Adventswochenende in alle Orte Österreichs und in die meisten europäischen Länder gesandt. Züge mit dem Licht fahren über den ganzen Kontinent. Insbesondere die Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben sich des Friedenslichtes angenommen und sorgen dafür, dass es in den meisten europäischen Ländern verbreitet wird und sogar seinen Weg in die USA und in Länder Südamerikas gefunden hat.


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