Spiele, Lieder und Pfadfindergruß für Gäste aus Papua-Neuguinea

veröffentlicht am 30. September 2012

„Wir sind gefragt, den Jugendlichen zu helfen, denn sie sind die Zukunft des Landes,“ machte Schwester Thecla Gamog deutlich, worum es während der bundesweiten Eröffnung der missio-Jugendaktion 2012 ging. Jugendlichen in Papua-Neuguinea in der Zerreißprobe zwischen Tradition und Moderne in den Blick zu nehmen und über die Herausforderungen und Hoffnungen der jungen Menschen in den Austausch zu kommen – das ist die Botschaft der Aktion des Hilfswerks missio und seines bundesweiten Kooperationspartners, der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG).

Gleich an zwei Orten im Erzbistum Paderborn wurde die missio-Jugendaktion 2012 eröffnet. Pfadfinder in Brenkhausen bei Höxter und in Körbecke am Möhnesee hatten mit Schwester Thecla Gamog und Father Elias Aiyako SVD ausgewiesene Kenner des diesjährigen Landes, das die missio-Aktion in den Blick nimmt, zu Besuch.“

„Wir möchten Ihnen heute die kirchliche Jugendarbeit am Möhnesee vorstellen und hoffen, dass wir das Leben in Papua-Neuguinea kennenlernen können“, begrüßte Gemeindereferentin Ann-Kristin Idzik mit Schwester Thecla Gamog den Gast des Pfadfinderstammes am Möhnesee. Fotokollagen präsentieren, Pfadfinderlied singen und eine Besuch der Pfadfinderräume im Pfarrheim standen auf dem Programm, dazu berichtete Schwester Thecla Gamog von ihrer Arbeit. „Das Land hat große Probleme und unsere Kirche versucht den Menschen zu helfen“, berichtete sie. Investoren würden zwar nach Papua-Neuguinea drängen, aber diese hätten nur Interesse an den Rohstoffen und nicht an den Menschen. „In unserer Arbeit versuchen wir hauptsächlich die Familien zu stärken“, der große Familienzusammenhalt sei das soziale Netz des Landes.

Den Pfadfindern aus dem Bezirk der DPSG Höxter-Corvey und vielen weiteren Interessierten in Brenkhausen berichtete Father Elias Aiyako über die Situation in Papua-Neuguinea. Für die Jugendlichen gab es dabei viel Neues zu hören: dass Kinder auf ihrem Geburtstag statt Geburtstagstorte Schweinefleisch erwarten, die Mädchen als Initiationsritus Taschen fertigen und Jungen Häuser bauen, und dass sich die Menschen während der Heiligen Messe auf den nackten Sandboden knien. Im Gegenzug erfuhr Father Elias die herzliche Gastfreundschaft der Pfadfinderschaft, lernte neben deren Arbeitsweise den Pfadfindergruß, goldene Regeln, Gebete und Spiele kennen. Im Vorabendgottesdienst mit Vikar Tobias Spittmann brachte Father Elias den Kern dieser interkulturellen Begegnung auf den Punkt: „Was haben unsere beiden Länder gemeinsam? Die Farben unserer Flaggen: Drei Farben, zwei Länder, eine Kirche!“.

Kathrin Jäger, Diözesanvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), freute sich über das interkulturelle Treffen, das sie selbst am Möhnesee miterleben konnte. „Die Jugendlichen waren mit Begeisterung dabei und haben sich sehr für das Leben in Papua-Neuguinea interessiert“, berichtete Kathrin Jäger. Die BDKJ-Diözesanvorsitzende rief alle Jugendverbände und Gruppen dazu auf, sich bis zum Ende des Sonntags der Weltmission am 31. Oktober mit der missio-Jugendaktion auseinanderzusetzen. Schlusspunkt ist der letzte Sonntag im Oktober, wenn weltweit in allen Ländern und Kirchengemeinden die Kollekte für Projekte der Weltmission gehalten wird. Die Pfadfinder taten dies am Samstag in Vorgriff auf das Ende der Aktion und übereichten klassisch ein „westfälisches Flachgeschenk“.