Eine Lösung haben wir auch nicht

veröffentlicht am 30. April 2020

Aber wir arbeiten natürlich an den Problemen. Corona hat uns Pfadfinder voll erwischt und vor allem unsere Aktionen, Treffen, Runden und Fahrten praktisch von heute auf morgen zunichte gemacht. Lange Zeiten, die wir für Vorbereitungen und Planung geopfert haben, sind nun ohne Aktion, weil alles abgesagt wurde.

Versprochen und Verpflichtet

Das wird voraussichtlich auch noch eine Weile so bleiben. Der Coronavirus und COVID-19 sind keine bessere Erkältung, sondern eine sehr ernste Bedrohung für sehr viele Menschen. Den aktuellen Berichten nach auch nicht nur für die vielzitierte „Risikogruppe“, sondern auch für junge Menschen. Dem Schutz dieser sind wir als Verband und noch viel wichtiger wir als Pfadfinder höchstverpflichtet.

Und so stehen, oder viel mehr sitzen, wir als Diözesanleitung nun vor unseren Computern und Handys und versuchen Lösungen zu finden.

Probleme gibt es nämlich genug, angefangen bei den aktuell unbenutzbaren Häusern in Rüthen und Seehause (und natürlich vielen anderen auch), deren Buchungen nun storniert werden. Kosten fallen natürlich trotzdem an, denn Strom, Wasser, Heizung und Personal kann man nicht mal eben „in Quarantäne“ schicken.

Die „große“ Arbeit in den Stufen, angefangen von den großen Lagern und Fahrten, über die Leiterausbildung bis zur Organisation der beschlussfassenden Gremien wie der Diözesanversammlung, ist ebenfalls unglaublich schwierig geworden. Die Jobs der Diözesanvorstände, des Geschäftsführers und der Diözesanleitung sind grade organisatorische (und vor allem telefonische) Alpträume.

In anderen Zeiten haben wir gelernt, uns auf gute Kommunikation einzulassen. Dieser fast schon entspannte Zustand leidet nun auf einmal, weil ein Augenzwinkern online untergeht. Das vielsagende Lächeln des Gegenübers ist in virtuellen Konferenzen plötzlich nicht mehr wahrzunehmen. Wir müssen uns umstellen und uns trotzdem auf Bewährtes verlassen.

Sichere Planung ab oder für bestimmte Zeitpunkte gibt es nicht. „Wir rechnen mit“ ist eine mutige Aussage. Vor allem, wenn man unser Versprechen bedenkt, für die bestmögliche Sicherheit zu sorgen.

Als Pfadfinder begegne ich allen Menschen mit Respekt und habe alle Pfadfinder als Geschwister

In Zeiten der Selbstisolation, eines Kontaktverbotes und der Maskenpflicht hat die „Begegnung“ nun einen seltsamen Beigeschmack bekommen. Sicherheit geht vor, keine Frage – aber trotzdem ist die Begegnung im eigentlichen Sinn wichtig und könnte sogar kaum wichtiger sein als im Moment.

Daher nehmt bitte unsere besten Wünsche, unser „wir finden das auch scheiße“, unser Telko-mitmachen und ganz besonders unsere trotz allem nicht gebrochene Begeisterung für die Sache und macht das Beste für euer Pfadfinderleben und das eurer Schützlinge daraus.

Denn als Pfadfinder mache ich nichts halb und gebe auch in Schwierigkeiten nicht auf. Sagt man.

Eure Diözesanleitung, die Vorstände, das Büroteam und Arbeitskreise