Rechtssichere Diözesanversammlung stimmt per Fax ab

veröffentlicht am 1. April 2021
Versammlungshalle

In knapp vier Wochen wird die Diözesanversammlung als höchstes beschlussfassendes Gremium des Verbandes erneut zusammentreten. Unter Berücksichtigung aller Möglichkeiten hat der Verstand als einberufendes Organ wegen der aktuellen Corona-Lage die Versammlung Vor-Ort zum zweiten mal absagen müssen.

Eine Versammlung online durchzuführen ist den Teilnehmern aber seit letztem Jahr nicht fremd und zudem gut für die Umwelt – fallen so doch tonnen von CO² für die Anfahrten der Stimmberechtigten Mitglieder nicht an. Das verbandseigene Online-Konferenzsystem „BBB“ ermöglicht den Teilnehmern und Verbandsarbeitskreisen schon länger sicheres und komfortables Online-Tagen.

Gar nicht so einfach

Schwierig wird es bei der rechtssicheren Abgabe von Stimmen. In den persönlichen Versammlungen wurde die Integrität der Wahl durch ausgewählte Zettelzählende, doppelte Zettelzählung und einen durchgängig für alle Teilnehmer einsichtigen Zettelzählungsprozess sichergestellt. Online ist das nun nicht mehr möglich, denn die Stimmabgabe würde nur digital stattfinden.

Und so sehr die Versammlung den Administratoren der neuen AG Medien auch vertrauen möchte, schon das scheinbar aus alten Verbrecherfotos zusammengestellte „über uns“ Gruppenbild vermittelt latente Medienmanipulationsbereitschaft in dem zusammengewürfelten Arbeitskreis.

Rechtssicher durch Fax

So beschlossen Vorstand, Diözesanleitung und die Geschäftsführung des Verbandes nun die Einführung des rechtssicheren Faxes. Im Diözesanbüro wurde dafür eine Faxmaschine aus den vertrauenswürdigen und höchstdigitalisierten 90er Jahren wieder in Betrieb genommen und die Büromitarbeiter in der Verwendung geschult.

Die Digitalisierung schreitet somit nicht nur bei der Regierung voran, sondern auch in den pfadfinderischen Verbandverwaltungsstrukturen.

Die Teilnehmer müssen digital dazu allerdings etwas aufrüsten, denn nicht jeder handelsübliche PC ist in der Lage ein Fax zu versenden.

Geschäftsführer Uli Weber freut sich trotzdem: „Endlich müssen die Ergebnisse nicht mehr einzeln ausgedruckt um dann zusammengeführt zu werden, das passiert in einem Faxgerät von ganz alleine“. Weitere mögliche Kosteneinsparungen durch leichteres Papier oder einen eigenen Faxserver mit einem direkt angeschlossenen handelsüblichen Drucker werden vor Beginn der Veranstaltung noch geprüft.

Auch der Vorstand ist sich einige „So bekommen wir die kritischen Stimmen zu digitalen Wahlen sicher in den Griff“ lautet die gemeinsame Ansage zum Fortschritt der Digitalisierung, „Die beste Cyber-Wahl aller Zeiten“ soll es werden.


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