Pfadfinden trotz und mit Corona – Werkstatttag am Eulenspiegel

veröffentlicht am 27. September 2021

Stimmengewirr liegt in der Luft. Die Sonne blitzt hinter der Kapelle hervor, ein blauer Himmel wölbt sich über dem Eulenspiegel. Hier und da lacht jemand, überall sitzen Menschen in kleinen Gruppen zusammen. Wiederbegegnung, Gemeinschaft, Austausch. Endlich wieder, nach eineinhalb Jahren Stillstand, findet hier eine größere Veranstaltung mit über 60 Leitenden, Vorständen, Engagierten in den Gremien des Diözesanverbandes Paderborn statt. „Wie kommen wir wieder in die Gänge?“ – unter diesem Titel wird gemeinsam gearbeitet, um die große Lücke, die Corona in vielen unserer Stämme geschlagen hat, zu überbrücken. Man trifft auf Bekannte aus Arbeitskreisen, Freunde aus benachbarten Stämmen, aber auch unbekannte Gesichter. Der Austausch über Stammes- und Bezirksgrenzen hinweg bietet eine Menge Potenzial. Denn alle kennen die derzeitige Situation der Pfadfinderarbeit sehr genau.

„Uns fällt es gerade schwer, wieder normalen Stammesalltag zu leben“, erklärt Vanessa aus Hohenlimburg ihre Motivation, am „Werkstatttag“ benannten Austausch teilzunehmen. „So lange lief alles auf Sparflamme, so viele Pläne wurden immer wieder durchkreuzt – die Motivation ist teilweise echt im Keller gewesen.“ Und sie ergänzt, „Endlich mal wieder eine Veranstaltung in Präsenz ist natürlich auch ein Grund, hier zu sein! Zu hören, was in anderen Stämmen gut und eher nicht so gut läuft, hilft uns auch weiter.“ Paul vom Stamm Soest berichtet von vielen Online- oder Distanz-Aktionen, mit denen die Leitungsrunde versucht hat, die Kinder und Jugendlichen an den Stamm zu binden. „Aber je länger die Pfadis auch durch Homeschooling vorm PC saßen, umso geringer war die Beteiligung an Zoom-Gruppenstunden. Das wollen wir wieder ändern!“, berichtet David, der ebenfalls aus Hohenlimburg dabei ist.

Esther bei der Arbeit :-)

Hilfe dabei kommt ab sofort von unserer neuen Bildungsreferentin Esther Hagen. Ab dem 15. Oktober ist sie für zwei Jahre beim Diözesanverband angestellt, um den 87 Stämmen vor Ort unter die Arme zu greifen. „Unterstützung bieten, um Pfadfinderarbeit vor Ort wieder anzuschieben“, benennt Esther ihre Aufgabe. Der Werkstatttag war so ein erster Baustein im Projekt „Pfadfinden mit Corona“. „Sichtbarer werden“, „Teams stärken“, „Stufenlager auf Diözesanebene“ waren einige Ziele, die am Ende des Tages auf vielen, bunten Flipcharts gesammelt wurden. Aber auch schnellere, bessere Kommunikation, konkrete Arbeit in den einzelnen Leitungsrunden und verringerter Bürokratie-Aufwand durch standardisierte Formulare wurden als wichtige Punkte herausgearbeitet. Mitte November soll es ein digitales Follow-Up-Treffen geben. „Wir haben wirklich sehr motiviert gearbeitet und tolle Ergebnisse erzielt“, zieht Svenja vom Bezirk Dortmund ein Fazit des Tages. „Jetzt gilt es, die Ergebnisse mit Leben zu füllen und umzusetzen. Ich bin gespannt, wie das klappt.“ 

So ist auch die Stimmung am Ende des Tages gut. Für den Abend hat die Diözesanleitung zur Dankeschön-Veranstaltung eingeladen. Beim irischen Abend, vom Wö-DAK organisiert, sitzen noch gut 60 Menschen bei Folk Music und irischen Spezialitäten an der Arena, reden, lachen und genießen das spätsommerliche Wetter. Die gemeinsame Arbeit, vor allem aber der Austausch untereinander, haben für eine Menge Schwung gesorgt. Wir machen weiter! Mit guten Ideen, mit Hilfe, mit Spaß und jeder Menge Begeisterung.

Impressionen des Tages findet ihr in der Galerie zum Werkstatttag und zum Dankeschön-Abend!


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