Rover Gedenkstättenfahrt 2021 – Vorbereitungswochenende

veröffentlicht am 12. September 2021

Gegen die Drachen unserer Zeit

Gruppenbild vom Vorbereitungswochenende

Sehr oft gibt es im DV Paderborn Rover-Aktionen, bei denen der Spaß und das gemeinsame Erlebnis im Vordergrund stehen.

Etwas anderes ist es bei der jüngsten Rover-Aktion, die dieses Wochenende ihren Auftakt hatte. Unter dem Motto „Gegen die Drachen unserer Zeit“ trafen sich Rover:innen aus der ganzen Diözese in Rüthen, um sich gemeinsam auf die geplante Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz vorzubereiten.

Insgesamt kamen 30 Teilnehmende aus 19 Stämmen zusammen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und sich auf die anstehende Fahrt in den Herbstferien vorzubereiten. Die Fahrt nach Krakau mit Besuch der Konzentrationslager Auschwitz und Birkenau wurde vom Rover-DAK initiiert und von einem siebenköpfigen Planungs-Team für den 10. – 15. Oktober 2021 organisiert.

Ziel ist es, den Rover*innen eine Möglichkeit zu bieten sich mit diesem Teil deutscher Geschichte hautnah auseinanderzusetzen. Das soll nicht irgendwie passieren, sondern bewusst in der Identität als Pfadfinder*in.

Programm des Vorbereitungswochenendes

Zeitstrahl über die Geschichte des Holocaust

Gemeinsamer Start mit allen Teilnehmenden war am Samstag um 10 Uhr. Nach den üblichen Kennenlernspielen ging es los mit der inhaltlichen Arbeit.

Damit alle Beteiligten auf einem vergleichbaren Wissensstand zur Schoah sind, stellten die Teilnehmenden den Weg von Hitlers Geburt über seine Machtergreifung bis hin zur Kapitulation Deutschlands gemeinsam in einem chronologischen Zeitstrahl dar. Dabei lag der Fokus vor allem auf der Geschichte des Holocaust. Der Zeitstrahl wurde im Anschluss intensiv besprochen, wobei alle von dem Wissen der anderen profitieren und neue Erkenntnisse mitnehmen konnten.

Später wurden Kleingruppen gebildet, die auch während der Gedenkstättenfahrt bestehen bleiben werden. Die Kleingruppen bieten einen Ort zum intensiveren Austausch in kleiner Runde. In den Kleingruppen wurden zum einen Erwartungen und Befürchtungen an die Fahrt besprochen und zum anderen über Fragen zu den Themen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit gesprochen.

Nach dem Programm gab es auch noch ein Rover-Lagerfeuer mit viel Gelegenheit, den Tag am Lagerfeuer ausklingen zu lassen.

Doku: Ein Tag in Auschwitz

Sonntags wurde sich mit der Dokumentation „Ein Tag in Auschwitz“ beschäftigt. Hier werden neben Zeitzeugenberichten auch die wenigen existierenden Fotos gezeigt, die im Alltag des Konzentrationslagers entstanden sind. Sehr anschaulich zeigte die Doku die Abläufe, die in Auschwitz und Birkenau herrschten. Vor dem Hintergrund des anstehenden Besuchs war dies sehr ergreifend und ließ die Gruppe nachdenklich zurück. Im gemeinsamen Gespräch konnten sich dann alle über die neuen Eindrücke austauschen. Nach Mittagessen und gemeinsamen Aufräumen, neigte sich das Wochenende dem Ende. Gut vorbereitet und mit nötigem Respekt freuen sich alle Beteiligten auf das baldige Wiedersehen, wenn es von Dortmund aus mit dem Reisebus nach Krakau geht.

Bildeindrücke des Wochenendes


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