Schutzkonzepte – Warum jeder Stamm eins braucht und wie man es erstellt

veröffentlicht am 17. März 2022

Liebe Stammesvorstände,

wusstet ihr, dass jeder Stamm zeitnah ein institutionelles Schutzkonzept benötigt? Ein was?!? Ein Konzept, das beschreibt, wie ihr in eurem Stamm dafür sorgt, dass die Kinder und Jugendlichen bei euch sicher sind.

Die Themen Prävention und Kinderschutz sind – zum Glück- über die letzten Jahre immer selbstverständlicher in unserer pfadfinderischen Arbeit geworden. Was fällt euch als erstes ein? Na klar: Die Präventionsschulungen zum Beispiel. Sie gehören mittlerweile fest zur Leitendenausbildung dazu. Und die Vorlage eines Führungszeugnisses. Sie ist für viele ein notweniger und nachvollziehbarer Verwaltungsakt. Aber es gibt noch viel mehr präventive Maßnahmen. Überlegt mal, was macht ihr darüber hinaus noch, um eure Kinder und Jugendlichen zu schützen und zu stärken?

Wir sind uns sicher: Da gibt es schon eine Menge! Um sich darüber klar zu werden, sich eigene Regelungen im Umgang mit der Thematik zu geben und eine feste Orientierung im Handeln zu haben, hilft die bewusste Auseinandersetzung und klare Verschriftlichung eurer Präventionsbemühungen. – Dieses Vorgehen nennt sich „Entwicklung eines institutionellen Schutzkonzeptes (ISK)“. Und dies muss jeder Rechtsträger im Erzbistum – also auch euer Stamm – machen.

Wir finden das Vorgehen sehr, sehr wichtig und wertvoll, wissen aber auch, dass es Arbeit und Zeit kostet. Daher möchten wir euch damit nicht alleine lassen und haben ein Unterstützungspaket entwickelt, was 2022 schon in die zweite Runde geht:

Unser ISK-Begleitprozess besteht aus drei Angeboten

  1. Ein Rahmenschutzkonzept: Hier stehen viele allgemeingültige Inhalte schon vorformuliert, so dass ihr sie einfach übernehmen könnt. Mit Hilfe von Leitfragen und Textbausteinen könnt ihr über die individuelle Umsetzung in eurem Stamm sprechen und die Ergebnisse direkt in das Rahmenkonzept eintragen.
  2. Info- und Austauschtreffen: Über den Zeitraum von einem Jahr verteilt findet 5 digitale Treffen statt, an denen die verschiedenen Inhalte des Rahmen-ISK besprochen werden. Stück für Stück bekommt ihr so Infos zu verschiedenen Präventionsmaßnahmen und könnt euch mit anderen Stämmen über die Umsetzung austauschen. Mit ein wenig Disziplin und kleinen Hausaufgaben zwischen den Treffen steht am Ende des Prozesses euer eigenes institutionelles Schutzkonzept.
  3. Methodensammlung: Ihr wollt wissen, was ihr tun könnt, damit sich Kinder und Jugendliche bei euch sicher fühlen? Fragt sie! Mit Hilfe unserer Methoden könnt ihr partizipativ und zielgruppenorientiert in Gruppenstunden und Leitungsrunden daran arbeiten, was euren Mitgliedern wichtig ist und eure Stammeskultur gemeinsam prägen.

Ihr seid neugierig geworden? Dann meldet euch schon jetzt zu einem ersten digitalen ISK-Einführungstreffen am 29.09.2022 an: https://www.dpsg-paderborn.de/stufen-themen/praevention-und-kinderschutz/angebote-zur-begleitung-der-erstellung-eines-institutionellen-schutzkonzeptes-im-stamm/der-begleitprozess/

Nähere Infos zum gesamten Begleitprozess findet ihr hier: https://www.dpsg-paderborn.de/stufen-themen/praevention-und-kinderschutz/angebote-zur-begleitung-der-erstellung-eines-institutionellen-schutzkonzeptes-im-stamm/

Umfassende Infos zum Thema Prävention und Kinderschutz im Stamm und im Diözesanverband gibt’s hier: https://www.dpsg-paderborn.de/stufen-themen/praevention-und-kinderschutz/

Bei Fragen wendet euch gerne an das Diözesanbüro.

Wir freuen uns, viele von euch beim Begleitprozess 2022/2023 zu begrüßen und gemeinsam viele sichere Orte in unserem Erzbistum zu erschaffen! 😊