Karl Seehause – der Namensgeber

Zur Neueinweihung im Jahr 2006 ist das Haus nach dem Namen des ehemaligen Diözesanvorsitzenden des DPSG Diözesanverbandes Karl Seehause benannt worden. Karl Seehause war von 1934 bis 1937 zweiter Diözesanvorsitzender (damals Landesfeldmeister) in unserem Diözesanverband.

Seehause 1935webKarl Seehause ist in Minden aufgewachsen und war dort in den dreißiger Jahren auch Stammesvorstand (damals Stammesführer). Mangels Geld und den großen Entfernungen im Bistum (damals gehörten noch das heutige Bistum Magdeburg sowie Teile des Bistums Essen zum Erzbistum Paderborn) reiste Karl zum größten Teil per Anhalter zu den einzelnen Stämmen.

Karls Arbeit war durch die Erstarkung der Hitlerjugend und den zunehmenden staatlichen Verboten geprägt. Beim Osterlager 1935 kommt es zu einem Zwischenfall mit der Reichspolizei. Im weiteren Verlauf kommt es immer wieder zu Verhören und Hausdurchsuchungen.
1936 wird ein Zeltlager in der Nähe von Magdeburg kurzfristig abgebrochen, da man vor einem Überfall der Hitlerjugend gewarnt wird. 1937 gibt Karl das Amt des Landesfeldmeisters an Hans Bertram ab um nach England zu gehen und dort der Naziherrschaft zu entfliehen. Dort bleibt er der Pfadfinderidee treu und nimmt mit englischen Pfadfindern am Weltjamboree in den Niederlanden teil. Baden Powell ruft 1937 bei seinem letzten Jamboree alle Pfadfinder auf, alles Erdenkliche zu tun, um die weltweite Freundschaft untereinander zu bewahren und internationale Streitigkeiten zu beseitigen.

Nach dem Krieg kehrt Karl Seehause nach Hannover zurück und engagiert sich bei der DPSG im Bistum Hildesheim.