TSL 2009

tsl2009RÜTHEN Keine zwei Wochen sind es mehr bis zum Start der Zeltlagersaison für Pfadfinder. Denn in den Sommerferien fahren wieder tausende Kinder und Jugendliche aus dem Erzbistum Paderborn in ihre Sommerzeltlager. Darunter wird wie in jedem Jahr der Großteil der Mädchen und Jungen des über 7500 Mitglieder zählenden Diözesanverbandes der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) im Erzbistum Paderborn sein.

Fit für das große Lager müssen dann vor allem die ehrenamtlichen Gruppenleiter sein, die neben der Aufsichtspflicht zusammen mit den Kindern und Jugendlichen die Gestaltung der Zeltlager übernehmen. Damit auch alle Leiterrinnen und Leiter ihr Wissen auffrischen können, veranstaltete der DPSG Diözesanverband jetzt das traditionelle „Training Sommerlager“ – kurz TSL – auf dem Zeltplatz am DPSG-Diözesanzentrum „Eulenspiegel“ zwischen Rüthen und Kallenhardt. Fast hundert Pfadfinder aus allen Teilen der Diözese schlugen am Wochenende ihre Zelte auf und lernten Nützliches für ihr Gruppenleiter-Dasein. Da gab es ganz klassisch Workshops zu den Themen Haftung und Versicherung, Karte und Kompass oder Kochen für Gruppen, aber auch neue Angebote, die sich gut mit Kindern ausprobieren lassen, wie Bogenschießen, Klettern, Kanu fahren, Jonglieren oder LED-Taschenlampen bauen.web-bogenschiesen

„Wir möchten erreichen, dass sich unsere Leiter sicher fühlen und für das Sommerlager gut vorbereitet sind“, erklärte Diözesanvorsitzende Annemarie Schulte Sinn und Zweck des „Training Sommerlager“. „Hier können die Leiter einen Teil ihre Ausbildung machen, aber auch praktische Sachen für das Sommerlager lernen, wie Kochen oder Bogenschießen und einfach alles was Spaß macht“, berichtete die Vorsitzende. Vorbereitet hatte das TSL ein Planungsteam um Elke Kroll, Referentin der Diözesanleitung, mit Tobias Babusch, Andreas Beele, Kristina Drüke, Dirk Tigges und Brigitta Niggenaber.
Viel Spaß hatten beispielsweise die Teilnehmer des Workshops „Klettern mit Monkey Hardware“ mit Workshopleiter Christopher Hacke aus dem Stamm Meschede. „Bei dieser Art des Kletterns ist man total flexibel und kann verschiedene Schwierigkeitsgrade wählen“, berichtete Christopher Hacke. Das Equipment gibt es für die Mescheder Pfadfinder bei ihrer zuständigen BDKJ-Kreisstelle. „Das gibt uns die Möglichkeit, mit unseren Kindern und Jugendlichen während der Gruppenstunde oder im Sommerlager zu klettern“, erzählte Christopher Hacke. Besonders gut findet der Mescheder Pfadfinderleiter, dass so auch das Gruppengefühl gestärkt wird, denn während einer einen Baum hochklettert, müssen die anderen ihn sichern – „Vertrauenssache eben“.

web-led-workshopEtwas technischer ging es da beim Workshop von Klaus Bleysteiner aus dem Stamm Elsen zu. „Wir bauen LED-Boxen“, beschrieb er die kleinen Taschenlampen, die jeder Leiter mit seinen Kindern im Zeltlager bauen kann. „Der Vorteil ist, die LED-Lampen sind total langlebig, das Material kostet keine fünf Euro“, so Klaus Bleysteiner. Wenn dann der Workshop um ist und am Ende die Lampe leuchte, „gibt es ein schönes Aha-Erlebnis“, meint Klaus Bleysteiner.
Nach dem Workshopteil feierten alle Teilnehmer zusammen einen Gottesdienst mit Diözesankurat Tobias Dirksmeier zum Thema „Glaube bewegt“. Die Arbeitsgemeinschaft „AG DPSG ist Kirche“ hatte zudem eine „Global-Spirit-Jurte“ aufgebaut. Diese ist ein Gemeinschaftsprojekt des DPSG-Bundesverbandes und des katholischen Hilfswerkes „missio“ und lädt in einem Zelt zum Nachdenken über Gott und seine Namen und Symbole ein. Während des Ausbildungslagers gab es so noch einiges mehr für die Ehrenamtlichen zu erleben, denn auch ein Sportevent wurde vorbeireitet und am Abend wartete nach Pfadfindermanier Lagerfeuerromantik unterm Sternenhimmel.

Dirk Lankowski, Pressereferent des Diözesanverbandes
Presse

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