Vier Pfadfinderstämme für „Erhalt der Schöpfung“ vom Diözesankomitee ausgezeichnet

veröffentlicht am 12. September 2010

HEMER Gleich drei katholische Jugendverbände wurden während der Verleihung des Schöpfungspreises durch das Diözesankomitee im Erzbistum Paderborn für ihre exzellenten Leistungen im Rahmen des Umweltschutzes, des Eintretens für Frieden und Solidarität sowie weltweiter Gerechtigkeit mehrfach ausgezeichnet. Damit sind die Verbände die großen Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs, neben einer Messdienergruppe und einer Schule. Zwar nicht der Hauptpreis, dafür aber gleich vier Preise gingen an Pfadfinderstämme aus dem Diözesanverband Paderborn der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg. „Die Bewahrung der Schöpfung ist der DPSG ein wichtiges Anliegen“, erklärt DPSG-Diözesanvorsitzende Annemarie Schulte.

Während des „Festes der Kirchen“ am Wochenende auf der Landesgartenschau in Hemer zeichneten Weihbischof Manfred Grothe und Ansgar Kaufmann, Vorsitzender des Diözesankomitees, die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) als 12. Preisträger aus. Der Weihbischof unterstrich, dass der Schutz des Lebens und die Bewahrung der Schöpfung „zutiefst christliche Aufgaben“ sind. „Wir Menschen sind mit der Fürsorge um Gottes Schöpfung betraut“, erinnerte Weihbischof Grothe.

Prämiert wurde das Projekt „Studio Hoink: Vielfalt entdecken – Schöpfung bewahren“. Die Kinder und Jugendlichen machen beispielsweise den Klimawandel, den Rückgang der Artenvielfalt und andere Schöpfungsthemen durch die Erstellung von Podcasts erfahrbar. Im Studio im Begegnungszentrum der Landjugend in Hoinkhausen bei Rüthen wird die Videoarbeit nach einer dreijährigen Projektphase nun durch ein ehrenamtliches Redakteursteam fortgesetzt.

Der zweite Preis ging jeweils an die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), an den Stamm St. Elisabeth Hagen und den Stamm Vinzenz Palotti Olpe. In Hagen bauten die Pfadfinder während der 72-Stunden Aktion 2009, der großen Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), einen Wald-Erlebnis-Pfad mit elf Stationen. Etwa hundert Kinder und Jugendliche waren beteiligt. In Olpe wurde ebenfalls ein Walderlebnispfad geschaffen, dieser aber für Menschen mit Behinderungen, sogar ein Blindenleitsystem wurde errichtet.

Mit einem Preis gewürdigt wurde auch das Engagement der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) auf Diözesanebene. Die KJG erstellte eine Handreichung zum kritischen Konsum. Weiterhin ausgezeichnet wurde die Renaturierung eines Baches durch den DPSG-Stamm Dreis-Tiefenbach, der Bau eines Insektenhotels durch DPSG St. Pankratius Belecke und der Bau einer Vogelvoliere durch die KJG St. Michael Brakel. Das Edith-Stein-Berufskollegs Paderborn erstellte einen Podcast zum Thema „Klimaschutz beim Essen“ und erhielt einen Anerkennungspreis. Ein Sonderpreis wurde an die Messdiener im Pastoralverbund Rietberg-Süd verliehen, die eine eigene „Mini-Burg“ auf ein stillgelegtes Betriebsgelände gebaut haben und dieses nun pflegen.

Zum zwölften Mal hat die Vertretung der Laien aus Räten und Verbänden den Preis verliehen. 250 Gruppen haben sich bislang um die Auszeichnung beworben Die Jury bildeten Dr. Peter Witte, Vorstandsmitglied im Diözesankomitee, Anke Schröder, die Superintendentin des Kirchenkreises Paderborn, Gabriele Leifeld, Referentin bei „Mundus – Eine Welt“, Georg Fuhs, Mitglied im Diözesankomitee, und die Geschäftsführerin des Gremiums, Karin Stieneke.

Alle Fotos unter www.dpsg-paderborn.de/gallery

Text und Fotos: Dirk Lankowski, Pressereferent


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