Josefstag: „Bleibt wie ihr seid!“

veröffentlicht am 11. März 2011

Eine scheinbar einfache Übung bewältigten Jugendliche mit Politikern: Der Zollstock ruht auf den Fingerspitzen von Dr. Carsten Linnemann, Ludger Lamping (IN VIA) und Britta Struck (DSPG), wohlwollend beobachtet von Paul Krane-Naumann (Kolping).

PADERBORN Sieht einfach aus, ist aber überraschend schwer: als Gruppe einen Zollstock nur mit den Fingerspitzen auf den Boden zu legen. Mit dieser Eingangsübung begann eine Begegnung zwischen Politikern und Jugendlichen anlässlich des diesjährigen Josefstag. Das ist ein bundesweiter Aktionstag der katholischen Jugendsozialarbeit und will Entscheidungsträger aus Kirche und Politik mit Jugendlichen aus Maßnahmen der Jugendberufshilfe zusammenbringen. So waren Dr. Carsten Linnemann (CDU), Brigitte Tretow-Hardt (Die Grünen), Dr. Beate Röttger-Liepmann und Bernd Schäfer (beide SPD) ins Kolping-Berufsförderungszentrum gekommen. Seitens der Kirche nahm Dekanatsjugendseelsorger Thomas Bensmann teil. Eingeladen hatten neben Kolping die DPSG und IN VIA. Nach der Zollstock-Übung gab es eine Fragerunde, in der die Jugendlichen u. a. wissen wollten, warum die Hauptschulen derart unter Druck geraten seien, warum die NPD nicht verboten werde und warum die Gäste in die Politik gegangen sind. Die Politiker fragten ihrerseits die Jugendlichen nach ihren Zielen und ihrer Meinung zum immer mal wieder angedachten Jugendparlament. Ausdrücklich ermutigten die Politiker die jungen Leute zu Selbstvertrauen. Es werde in Zukunft vor allem auf soziale Kompetenzen und nicht mehr allein auf gute Noten ankommen, sagte Carsten Linnemann: „Was ihr für die Zukunft braucht, ist eine abgeschlossene Ausbildung und soziale Kompetenzen. Bleibt also, wie ihr seid.“


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