„Uns schickt der Himmel“ Anpacken statt Abwarten: Junge Menschen setzen soziale Projekte um

veröffentlicht am 27. Mai 2019

„Uns schickt der Himmel“
Anpacken statt Abwarten: Junge Menschen setzen soziale Projekte um
Über 160.000 Menschen beteiligen sich an der 72-Stunden-Aktion
Hamm, 26. Mai. Um 17.07 Uhr ist die 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen
Katholischen Jugend (BDKJ) heute in Hamm zu Ende gegangen. Über 85.000 junge
Menschen initiierten rund 3.400 soziale, politische und ökologische Projekte,
insgesamt beteiligten sich schätzungsweise über 160.000 Menschen aller
Generationen in ganz Deutschland. Das Motto lautete „Uns schickt der Himmel.“
„So viel Engagement in 72 Stunden zeigt, dass junge Menschen in unserer Gesellschaft
nicht abwarten, sondern aktiv eine tragende Rolle einnehmen“, bilanziert der BDKJBundesvorsitzende
Thomas Andonie, der während des Aktionszeitraums Gruppen in
ganz Deutschland besucht hat. „In den drei Tagen habe ich gesehen, dass Kinder,
Jugendliche und junge Erwachsene mit ihrem Engagement nicht nur viel schaffen,
sondern auch Eltern und Gemeindemitglieder mitreißen, die Welt ein bisschen besser
zu machen. So sieht Kirche aus, wenn man junge Menschen machen lässt.“ Viele
Aktionen der jungen Engagierten spiegelten aktuelle politische Diskussionen wider. So
gab es zahlreiche Projekte zu den Themen Umwelt und Artenvielfalt oder Gruppen, die
U18-Wahlen durchführten. Aber auch soziale Projekte, wie die Erstellung einer
rollstuhlgerechten Stadtkarte oder die Versorgung von Wohnungslosen, wurden von den
Kinder- und Jugendgruppen mit viel Herzblut umgesetzt. Mit Hilferufen haben die
Aktionsgruppen online noch mehr Menschen für die Sozialaktion gewonnen.
Die 72-Stunden-Aktion des BDKJ lief vom 23. bis zum 26. Mai 2019 zum zweiten Mal in
allen Bundesländern und katholischen Diözesen, von Hamburg bis München, von Aachen
bis Görlitz. Die bundesweite Auftaktveranstaltung fand am Donnerstag in Würzburg
statt, während in ganz Deutschland in den Verbänden die Eröffnung mit
unterschiedlichen Veranstaltungen gefeiert wurde. Viele Gruppen erfuhren erst zur
Eröffnung ihre Aufgaben für die folgenden 72 Stunden. Vor der Aktion hatten sich rund
85.000 Engagierte aus katholischen Jugendverbänden und auch Schulklassen,
Jugendeinrichtungen und anderen Gruppen angemeldet. Mit Aktionsgruppen aus
Argentinien, Bolivien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Chile, Kolumbien, Nordirland,
Österreich, Pakistan, Peru, Rumänien, Südafrika und der Ukraine wirkte die 72-
Stunden-Aktion auch weltweit. Auch wenn die 72-Stunden-Aktion vorbei ist, werden
viele Gruppen die Projekte weiter begleiten und damit zur Nachhaltigkeit beitragen.
Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, und
Reinhard Kardinal Marx, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hatten die
Schirmherrschaft der Sozialaktion übernommen und Aktionsgruppen in Kassel und
München besucht. Gefördert wurde die Aktion vom Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Unterstützer sind die Deutsche
Bischofskonferenz, MISEREOR, das Bonifatiuswerk und das Kindermissionswerk ‚Die
Sternsinger’.

Der BDKJ ist der Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden mit rund 660.000
Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen und jungen
Erwachsenen in Kirche, Staat und Gesellschaft.
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