BDKJ begrüßt Gesprächsprozess und wird die Stimme der Jugend einbringen

veröffentlicht am 19. März 2011

PADERBORN/DÜSSELDORF Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt den in Paderborn von den Bischöfen vorgestellten Gesprächsprozess. „Wir freuen uns, dass die Bischöfe einen strukturierten, intensiven und zukunftsorientierten Dialog beginnen. Wir werden gerne die Stimme der Jugend einbringen“, so BDKJ-Bundesvorsitzender Dirk Tänzler am Donnerstag in Düsseldorf. „Der Prozess kann ein wichtiger Schritt für eine Vergewisserung, eine neue Gesprächskultur in der Kirche sein und möglicherweise der Startschuss für Veränderungen“, hofft Tänzler.Auch wenn Erzbischof Zollitsch eine Revolution ausschließt: „Wir begrüßen die grundsätzliche Offenheit für alle Gesprächsthemen – auch die umstrittenen. Denn in einem guten Gespräch muss man ohne Tabus und Angst alles ansprechen können.“ Die Bischöfe hätten erkannt, dass erheblicher Gesprächsbedarf bestehe. In weiten Teilen hätten die Bischöfe dabei das umgesetzt, was der BDKJ gemeinsam mit anderen katholischen Laienverbänden und Organisationen vorgeschlagen hatte: einen bundesweiten, tabufreien und möglichst schnell beginnenden Dialog.

„Wir finden das Herangehen gut, zu überlegen, in welchen Punkten wir uns weiterentwickeln müssen und welche Aspekte wir ganz bewusst bewahren wollen. Das ist auch ein geistlicher Prozess, in dem wir uns fragen müssen, wie wir den Glauben heute leben können und wollen.“ Fortentwicklung und innere Stärkung seien die richtigen Ziele, um Kirche in die Zukunft zu führen.

Zu den wichtigen Themen zählen die katholischen Jugendverbände dabei den Umgang mit Macht in Kirche, Fragen nach Sexualität, Weiterentwicklung des Priesterbildes, das Miteinander von Priestern und Laien, die Nutzung und Förderung demokratischer und synodaler Strukturen, die Stärkung von Frauen in der Kirche und Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen zu Weiheämtern. Tänzler: „Wir haben nicht auf alles Antworten. Wir freuen uns aber darauf, gemeinsam Positionen zu überdenken und im Dialog zu bilden. Als Anwalt junger Menschen und in der derzeitigen Lage sollte die Kirche gerade die Anliegen junger Menschen, ihrer Jugend, hören.“


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