Engagement für benachteiligte Jugendliche vorgestellt

veröffentlicht am 8. März 2012

„Ihr seid wirklich sehr motiviert“, großes Lob bekamen die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule aus Bergkamen heute in Rüthen. Anlässlich des bevorstehenden Josefstages am 19. März besuchte die heimische Landtagsabgeordnete Dagmar Hanses (B’90/Grüne) das Diözesanzentrum der Pfadfinder „Eulenspiegel“ und schaute sich nicht nur Jugendhaus und Zeltplatz an sondern stattet den Schülern des Berufsorientierungscamps der Pfadfinder einen Besuch ab. Dabei kam sie mit Schülern, Lehrern und Kursleitern ins Gespräch, ihr wurden Ergebnisse der Tage präsentiert, Fotos gezeigt und sie konnte das Bewerbungs- und Telefontraining vor der Kamera miterleben. Zudem berichteten die Verantwortlichen aus den Katholischen Jugendverbänden über ihre Arbeit im Bereich der Jugendsozialarbeit. Eingeladen hatten Dagmar Hanses die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) als Dachverband von 70 000 Kindern und Jugendlichen im Erzbistum Paderborn.„Der Heilige Josef ist nicht nur Patron der Arbeiter, er ist auch Schutzpatron der Jugend“, erklärte DPSG-Geschäftsführer Ulrich Weber. Deshalb sei es gute Tradition der Katholischen Jugendverbände, Verantwortliche aus Politik und Kirche rund um diesen Tag einzuladen und über die wichtige Arbeit der Verbände und Einrichtungen im Bereich der Jugendsozialarbeit, insbesondere der Jugendberufshilfe, in katholischer Trägerschaft aufmerksam zu machen.  Inhaltlich beschäftigt sich der Josefstag mit den Lebens- und Zukunftsperspektiven benachteiligter Jugendlicher. In diesem Jahr steht der Josefstag unter dem Motto „Herkunft egal – Ziel Klar! Jugend braucht Perspektive“. „Mit diesem Schwerpunktthema setzen sich die Jugendverbände dafür ein, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund mehr Chancen im Bildungsbereich und auf dem Ausbildungsmarkt bekommen“, so BDKJ-Referent Dirk Lankowski. Schließlich würden internationale Vergleichsstudien belegen, dass in Deutschland der Erfolg von Bildung in besonderem Maße von der sozialen Herkunft abhängig ist.

Dagmar Hanses freute sich über die Arbeit der Pfadfinder in Rüthen: „Die Vielfalt der Arbeit ist beeindruckend und die Möglichkeiten hier an dem Standort sind groß.“ DPSG-Referentin Britta Struck hatte der Landtagsabgeordneten zuvor das Diözesanzentrum mit seinem ökologischen Konzept, das Projekt Kapellenbau und den fertig gestellten Hochseilgarten, der auch von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann, vorgestellt. „Es ist schön zu sehen, dass hier etwas mit dem Geld aus dem Kinder- und Jugendförderplan passiert“, so Dagmar Hanses. Sie sicherte zu, sich auch weiterhin für die finanzielle Absicherung dieses Bildungsauftrages einzusetzen.

Dass die Landtagsabgeordnet bereits Tage vor dem eigentlichen Josefstag nach Rüthen eingeladen wurde lag daran, dass der DPSG-Diözesanverband nicht in jeder Woche ein Berufsorientierungscamp durchführt. Die Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule freuten sich jedenfalls über den Besuch und präsentierten stolz das Erlernte und Erlebte. „Das passt auch gut ins Kurskonzept, die Verbindung formeller und informeller Bildung in den Berufsorientierungscamps führt zu einem hohen Lernerfolg“, so Referentin Britta Struck.


Möchtest du einen Kommentar schreiben?