Gegen das Vergessen – Rover Gedenkstättenfahrt 2021

veröffentlicht am 17. Oktober 2021

Es war früh am Sonntagmorgen als sich 30 Rover*innen und sieben Teamer*innen auf nach Dortmund machten, um von dort aus gemeinsam mit dem Reisebus nach Krakau zu fahren. Sie kamen aus unterschiedlichen Stämmen der ganzen Diözese und teils sogar darüber hinaus. Manche reisten alleine an, manche mit Freund*innen aus ihrer Roverrunde. Das Vorbereitungswochenende, auf dem sich alle kennenlernten, lag bereits einen Monat zurück und die Freude über das Wiedersehen war groß. Als der Bus beladen war, machte er sich auf den Weg in Richtung Krakau. Was diese Fahrt in allen Teilnehmenden auslösen sollte, konnte man zu diesem Zeitpunkt nur erahnen.

Ankunft in Krakau

Spät abends, später als erwartet, erreichte die Gruppe ihr Ziel. Anstatt erst in das Hotel, nahm Edyta, die Reisebegleiterin für die Woche, die Rover*innen vor dem Restaurant in Empfang. Das „Pierwszy Stopien Restaurant“ bereitete der Gruppe mit seiner wohligen Atmosphäre einen herzlichen Empfang. Ein leckeres Dreigänge-Menü füllte die Mägen und rundete den Anreisetag ab. Das Ganze obwohl aufgrund der Verspätung eigentlich schon Küchenschluss gewesen wäre. Am Hotel angekommen ging es nur noch auf die Zimmer, um Energie für die kommenden Tage zu sammeln.

Stadtrundführung und Führung durch das Jüdische Viertel in Krakau

Die Rover auf dem Wawel in Krakau.

Am ersten Tag vor Ort hieß es erstmal Krakau und seine Geschichte kennenzulernen. Dafür machten sich die Rover*innen in zwei Gruppen auf den Weg. Start war an der Marienkirche, die direkt am Hauptmarkt liegt. Hier hörten die Rover*innen das stündliche Trompetenspiel, das an alte Zeiten erinnert, in denen damit vor Feinden gewarnt wurde. Von hier aus wurde die Altstadt gezeigt, die architektonisch starke österreichische Einflüsse aufweist mit vielen Gebäuden aus der Renaissance und im Jugendstil. Der alte Regierungssitz der ehemaligen Hauptstadt Polens thront auf dem Wawel von dem aus man eine einmalige Aussicht auf die Stadt und auf die Weichsel, die prachtvoll durch die Stadt fließt. Auch die Universität, deren berühmtester Student Nikolaus Kopernikus war, lag auf dem Weg.

Jüdischer Friedhof in Kazimierz

Den Nachmittag verbrachte die Gruppe im jüdischen Viertel Kazimierz. Hier wurde viel zum jüdischen Leben in Krakau vor und nach dem zweiten Weltkrieg berichtet. Im Viertel besuchten die Rover*innen eine orthodoxe Synagoge und den angrenzenden Friedhof, der die Nazi-Zeit in Krakau nur überlebte, da er in dieser als Müllhalde diente. Auf den Grabsteinen lagen kleine Steine, die Jüd*innen dort zum Gedenken dort abgelegt hatten. Blumen seien ein Zeichen des Lebens in der jüdischen Kultur und daher sei es unangebracht diese auf einen Friedhof zu bringen. Hier sah die Gruppe auch ein Gebäude, das Schauplatz in Spielbergs Film „Schindlers Liste“ war. Insgesamt zeichnet sich Kazimierz durch eine breit aufgestellte Gastronomie aus.

Zeitzeugengespräch und Besichtigung der Schindler-Fabrik

Gruppenfoto mit Niusia Horowitz

Dienstags begann der Tag mit einem Workshop zum Thema „Pfadfinder und die NS-Zeit“, der von Jonas und Björn vorbereitet und durchgeführt wurde. Nach einer kleinen Freizeitphase, in der die jungen Erwachsenen die Stadt auf eigene Faust bekundeten, trafen sich alle am Theater, um von dort aus mit der Straßenbahn zum Schindler-Museum zu fahren. Hier erwartete die Gruppe eine einmalige Gelegenheit. Niusia Holowitz, eine Überlebende des Holocaust, ehemalige Gefangene in Auschwitz und letzte Überlebende Jüdin von Schindlers Liste hatte sich auf gemacht, um ein Gespräch mit der Gruppe zu führen und von ihrer bewegenden Geschichte zu erzählen. Gemeinsam mit einer Dolmetscherin kam sie in den Raum, in dem die Rover*innen schon warteten. Mit Unterstützung ihrer Dolmetscherin stieg die Neunzigjährige auf eine kleine Bühne, von der aus sie uns von ihrer bewegenden Lebensgeschichte erzählte.

Niusia Horowitz

Niusia wurde in Krakau geboren, floh dann erst mit ihrer Familie, kam dann jedoch wieder zurück in die Stadt, da ihr kleiner Bruder noch bei seinem alten Kindermädchen untergebracht war. Wieder in Krakau kamen sie erst in das Ghetto, dann in ein Arbeitslager und schließlich nach Auschwitz, wo sie durch den Einfluss ihres Vaters von Oskar Schindler rekrutiert wurden, um in seiner Emaille-Fabrik zu arbeiten. Dort herrschten deutlich bessere Bedingungen als in Auschwitz. Oskar Schindler gegenüber war sie voll tiefer Dankbarkeit erfüllt. Stolz erzählte sie uns, wie sie ihm mit den Worten „Herr Direktor Schindler, wir wünschen Ihnen alles Beste zum Geburtstag“, einen Kuchen überreichte. Diese Szene ist auch in Stephen Spielbergs Film „Schindlers Liste“ zu sehen. Neben ihrer Dankbarkeit gegenüber Schindler, berichtete sie aber auch von harten Erfahrungen im Konzentrationslager. Sie erzählte davon, wie sie in das Lager aufgenommen wurde, wie sie sich geschämt hat und wie erniedrigend die Prozedur war. Sie erzählte davon, wie sie bei der Arbeit durch ein Loch in der Wand sehen konnte, wie Menschen erschossen wurden und wie dankbar sie heute ist, dass sie damals noch so jung war, dass sie nicht wirklich begriff, was sie dort sah. Und sie erzählte, wie sie zwei Mal fast aussortiert, also ermordet wurde, und nur überlebte, weil sie sich einmal in einem Rohr versteckte und einmal weil sie durch ihre Tante gerettet wurde, die eine Wärterin kannte. Im Anschluss an den Bericht konnten die Rover*innen noch Fragen an Niusia richten. Dadurch erfuhren wir, dass sie durch ihre Erfahrungen im Lager den Glauben an Gott verloren hat, dass sie es für unmöglich hält, dass die Zivilbevölkerung nichts vom Holocaust gewusst habe und auch, dass in Auschwitz jeder sich selbst der Nächste war und so etwas wie Solidarität außerhalb der eigenen Familie nicht existierte. Und trotz der vielen, so tief prägenden, negativen Erfahrungen sagt sie, dass man immer differenzieren müsse, wer wie viel Schuld am Holocaust habe, dass man nichts über einen Kamm scheren könne und dass es auch Menschen gegeben habe, die erst falsch und dann richtig gehandelt hätten und dass man das immer auch berücksichtigen müsse. „Das Gespräch war für mich besonders wertvoll, weil mir bewusst geworden ist, dass es immer weniger Zeitzeugen gibt und es nun unsere Verantwortung ist, dass dieses schwarze Kapitel der Geschichte nicht vergessen wird,“ sagt Mike aus dem Stamm Hamm-Heessen, der zusammen mit seiner Roverrunde an der Fahrt teilnahm. Auf die Frage, was sie tun würde, sollte es noch einmal so weit kommen, antwortete Niusia, dass sie sich umbringen wurde.

Nach einer kurzen Pause startete die Besichtigung der ehemaligen Emaille-Fabrik, die in ein Museum umgebaut wurde, das an die NS-Zeit in Krakau und im Krakauer Umland erinnert. Die Ausstellung war sehr ausführlich und visuell sehr eindrucksvoll gestaltet. In zwei Gruppen wurden wir durch die Räumlichkeiten geführt. Es war zu sehen, wie sich das Leben der Jüd*innen nach und nach veränderte und immer mehr verboten wurde. So war beispielsweise ein Straßenbahn-Wagon ausgestellt, an dem ein Schild angebracht war, das jüdischen Menschen den Zutritt untersagte. Auch das Leben im jüdischen Ghetto war Teil der Ausstellung. Dazu gab es einen Raum, der eine kleine, maßstabsgetreue Wohnung zeigte, in der meist zwei fremde Familien beherbergte. Die Personen waren als Gipsfiguren dargestellt und wurden in alltäglichen Situationen dargestellt. Die Wohnung war nur spärlich mit Möbeln ausgestattet und die einzige Privatsphäre konnte durch aufgehängte Decken geschaffen werden. Eine Rekonstruktion zeigte die Mauer, die das Ghetto von der Außenwelt abriegelte. Die optische Ähnlichkeit mit den Mazevahs, den jüdischen Grabsteinen, versetzte die Menschen in Angst. Neben dem jüdischen Leben in Krakau konnte man auch das Büro von Oskar Schindler besichtigen, in dem eine Kunstinstallation alle Namen der Liste Schindlers aufführte. Zudem gab es am Schluss der Ausstellung einen kleinen, hellen Raum, der zum Andenken an die Schoah errichtet wurde.

Stadtführung in Oswiecim und Rundgang im Stammlager in Auschwitz

Der Mittwoch startete für die Gruppe mit einer längeren Busfahrt. Von Krakau aus ging es nach Oswiecim, in die Stadt, die die Nazis Auschwitz nannten. Heute wird in Polen klar unterschieden, zwischen Oswiecim, der Stadt und Auschwitz, dem Ort, an dem Millionen von Menschen ermordet wurden. In Oswiecim gab es eine kleine Stadtführung, die auch den Besuch eines Museums beinhaltete, der sich mit dem jüdischen Leben in der Stadt vor dem Holocaust beschäftigte. In Oswiecim lebten von der Schoah 8.000 Jüd*innen, das waren damals ca. dreiviertel der Stadtbevölkerung. Nur hundert dieser Menschen überlebten den Holocaust.

Im Anschluss an den Besuch der Stadt Oswiecim fand sich die Gruppe schließlich im Stammlager von Auschwitz ein, um dieses zu besichtigen. In zwei Gruppen aufgeteilt startete die Führung am Eingangstor des ehemaligen Konzentrationslagers, den der berühmte Schriftzug „Arbeit macht frei“ so höhnisch ziert. Das gesamte Lager hat eine seltsame Atmosphäre. Neben etwas Nieselregen kommt auch immer wieder die Sonne heraus, die den Ort fast schon friedlich erscheinen lässt. Von außen betrachtet ist es schwer sich vorzustellen, welche Gräueltaten sich hier abgespielt haben und doch sorgt das Wissen darum für ein beklemmendes Gefühl. Die Baracken, in denen die Häftlinge ehemals untergebracht waren, stehen ästhetisch in Reih und Glied, werden von grünen Wiesen gesäumt und durch Alleen verbunden. Besuchergruppen streifen durch das Lager und bekommen an den verschiedenen Orten Informationen von ihren Guides übermittelt, so auch die Rover*innen.

Die Gesichter der Auschwitz-Häftlingen hängen in den Fluren der Baracken.

Nach und nach ging es in verschiedene Baracken, die jeweils unterschiedliche Ausstellungen zeigen. Besonders bewegend war es die Fotos an den Wänden zu sehen. Hier gab es zum einen die Bilder, die von den Nazis gemacht wurden, um das Leben im Konzentrationslager zu zeigen. Diese waren der Gruppe schon in einer Dokumentation auf dem Vorbereitungswochenende begegnet. Zum anderen hingen Häftlingsbilder an den Wänden der Barackenflure. Diese Fotos wurden eine Zeit lang bei der Aufnahmeprozedur der Gefangenen in das Lager aufgenommen. Sie zeigen Gesichter, die schon zu diesem Zeitpunkt viel Leid erfahren hatten. Gesichter, die alle unterschiedlich damit umgingen. Gesichter, von denen man unmöglich sagen kann, aus welchem Grund sie gefangen genommen wurden, wenn man nicht die Häftlingskennzeichnungen kennt. Neben den Fotos sorgten auch die Gegenstände der Gefangenen, die ihnen beim Eintritt in das Lager abgenommen wurden, für ein überwältigendes Gefühl. Nur wenig von den Gütern, die Auschwitz ihren Eigentümer*innen entwendet worden sind waren hier vorzufinden und trotzdem waren es so viele Gegenstände: Haare von ca. 40.000 Menschen, Töpfe, Schüsseln, Koffer, Brillen, Kleidung und vor allem Schuhe. Raphael aus dem Stamm Rüthen beschreibt seine Gefühle nach dem Tag: „Ich war wütend auf verantwortlichen SS-Männer. Zum Beispiel aufgrund der detaillierten Beschreibung ihres Umgangs mit den Insassen. Diese Menschen wurden teilweise überhaupt nicht für ihre grausamen Taten bestraft und das macht mich wütend und traurig. Vor allem angesichts der ausgestellten Haare, Koffer und Schuhe ist mir bewusst geworden, dass diese Taten Menschen zugeführt worden sind, wie wir es sind.“ Als die Gruppe das Konzentrationslager verließ umhüllte sie ein großes Schweigen. Rover*innen saßen gemeinsam auf Bänken oder umarmten sich. Langsam ging es in Richtung Bus. Mit wachsendem Abstand zum Lager, wurde auch die Stimmung wieder lockerer, doch jede einzelne Person beschäftigen auch weiterhin die Eindrücke des Tages.

Besuch des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und Workshops in Auschwitz

Das Eingangstor des KZ Auschwitz-Birkenau.

Am nächsten Morgen ging es schon sehr früh wieder in den Reisebus. Das Frühstück wurde dafür extra vorgezogen. Das heutige Ziel der Gruppe war Auschwitz-Birkenau, das Vernichtungslager, das gebaut wurde als Auschwitz zu klein für die Menge der Ankommenden wurde und an dem die Ermordung von Menschen so effizient durchgeführt wurde, wie noch nie zuvor in der Menschheitsgeschichte. Auf einer Fläche, die so groß war, dass man sie nicht überblicken konnte, standen zum Teil noch Holzbaracken, zum Großteil aber nur noch die Kamine, die übrig geblieben waren, nachdem die Nazis sie bei ihrer Abreise verbrannt hatten. In einer dieser Baracken standen unzählige dreistöckige Betten, in denen pro Etage ca. fünf Personen liegen mussten. Die oberen Betten waren die beliebtesten. Zwar war es dort feucht und zugig, doch bekam man hier immerhin frische Luft. Zudem dem wurde man so nicht von den Exkrementen anderer Häftlinge getroffen. Seine Notdurft auf der Toilette zu erledigen, war für viele nicht möglich. Es gab für jeden nur ein kurzes Zeitfenster auf den Löchern, die als Toilette dienten. Schaffte man es nicht in dieser Zeit oder musste zu einem anderen Zeitpunkt des Tages auf die Toilette gehen, blieb einem nichts anderes übrig, als sich in die Hose zu machen. Nach der Besichtigung der Baracken, ging es zu der Laderampe. Hier, mitten im Lager, kamen die Häftlinge mit einem Güterzug an. Unmittelbar nach Ankunft sollten sich die Gefangenen in zwei Reihen aufstellen. In einer Reihe standen Frauen und Kinder, in der anderen die Männer. Noch bevor es in das Lager ging, wurde an dieser Stelle aussortiert. Das heißt, es wurde entschieden, wer zum Arbeiten in das Konzentrationslager kam und wer direkt in einer der Gaskammern ermordet wurde. Für die meisten jüdischen Frauen und Kinder und auch für viele alte Menschen, war dies das bittere Schicksal. Von den Gaskammern stehen heute nur noch Ruinen. Die Nazis sprengten diese, bevor sie Birkenau verließen. Zwischen den Ruinen zweier Gaskammern steht ein großes Mahnmal, dass der Opfer des Holocaust gedenkt und auf vierzehn Gedenktafeln in verschiedenen Sprachen folgende Worte an die Betrachtenden richtet: „Dieser Ort sei Allzeit ein Aufschrei der Verzweiflung und Mahnung an die Menschheit. Hier ermordeten die Nazis etwa anderthalb Millionen Männer, Frauen und Kinder. Die meisten waren Juden aus den verschiedenen Ländern Europas. Auschwitz-Birkenau. 1940 – 1945“. Ein kleines Wäldchen führt die Gruppe den Weg weiter in Richtung der sogenannten „Sauna“. Auch das Wäldchen strahlte eine gewisse Ruhe und Friedlichkeit aus, die im Kontrast zu dem Verbrechen stand, dass sich an diesem Ort ereignete. Hier hielt die Gruppe kurz inne. Nach einer kleinen Pause besichtigen die Rover*innen dann die Sauna, in der den Neuankömmlingen all ihre Habseligkeiten abgenommen wurden, in der sie sich splitterfasernackt ausziehen mussten, in denen ihnen alle Körperhaare mit stumpfen Rasierern abgeschoren wurden und in denen sie ihre Häftlingskleidung bekamen. Drei aufgestellte Wände zeigten die wenigen privaten Fotos, die nach der Befreiung in Auschwitz-Birkenau gefunden wurden. Auch ein paar Fotos von Pfadfindern waren hier zu finden. Hinter den Bilderwänden war außerdem eine Lore ausgestellt, mit der die Menschenasche abtransportiert wurde. Ein Großteil der Asche landete in einem nahegelegenen Fluss. Zum Abschluss ging die Besichtigung noch an den Baracken der Frauen und Kinder her. Hier standen, im Vergleich zu den Lagern der Männer, Steinhäuser. Doch auch, wenn diese weniger zugig waren, wurden diese ebenso selten beheizt. An der Wand einer Baracke konnte man noch zwei Gemälde erkennen, die dort von einem Juden an die Wand gemalt wurden. Auch die Einkerbung eines Kindes war auf einem der Betten zu erkennen. Sie zeigte den Kopf eines SS-Soldaten. Zum Abschluss der Führung legte die gesamte Gruppe einen Kranz nieder. Diese Geste war begleitet von rührenden Worten und einem ergreifenden Schweigen der gesamten Gruppe.

Die Rampe in Auschwitz-Birkenau. Hier kamen alle Häftlinge an.
Unter den Gefangenen waren auch Pfadfinder*innen.
Andächtige Stille bei der Niederlegung des Kranzes zum Gedenken an die Opfer der Schoah.

Im Anschluss an die Besichtigung von Auschwitz-Birkenau fuhr der Reisebus noch einmal zum Stammlager Auschwitz I, das ca. drei Kilometer entfernt liegt. Hier konnte sich die Gruppe in zwei Workshops mit Einzelschicksalen von Gefangenen und mit verschiedenen Täter*innen auseinandersetzen. Begleitet wurde dies von Historikerinnen, die für die Gedenkstätte arbeiteten. Auf diese Weise konnte ein kleiner Einblick in die historische Aufarbeitung des NS-Verbrechens gewonnen werden, die bis heute anhält.

Gemeinsame Abreise

Am Freitag ging es nach dem Frühstück wieder gemeinsam mit dem Reisebus zurück nach Dortmund. Diana, Roverreferentin im DV Paderborn zieht nach der Fahrt ein positives Resümee: „Für die Roverinnen und Rover war diese Fahrt besonders wichtig, um sich ein eigenes Bild der Gräueltaten zu machen und sich dadurch eine eigene Meinung über das Geschehene zu bilden. In der heutigen Zeit, wo Antisemitismus, Rassismus, Hass und Gewalt an der Tagesordnung sind, müssen wir aktiv etwas unternehmen. Die Zukunft liegt in unseren Händen und es liegt nun an den Roverinnen und Rovern diese zu gestalten.“


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