Kein Vergeben, kein Vergessen – Rover Gedenkstättenfahrt findet ihren Abschluss

veröffentlicht am 27. November 2021

Ungefähr einen Monat ist vergangen, seitdem eine Gruppe von Rover*innen sich auch auf den Weg gemacht hat, um sich in Polen mit der NS-Geschichte auseinanderzusetzen und unter anderem das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz und das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu besuchen. Viele Eindrücke wurden auf dieser Fahrt gewonnen, Eindrücke, die auf dem gemeinsamen Nachbereitungswochenende reflektiert und in die Gegenwart transportiert werden sollten.

Gedenkstättenfeier für die Opfer des Holocaust

Die meisten Teilnehmenden der Gruppe reisten bereits freiwillig am Freitag an, so groß war die Freude auf ein Wiedersehen. Das Programm startete jedoch erst samstags morgens, wo zu Beginn die Fahrt reflektiert wurde. Hierzu bildeten sich drei Kleingruppen. Der Austausch war rege und alle waren froh noch einmal in der Gruppe, mit der sie vor Ort waren, über das Erlebte zu reden. Hierbei ging es noch einmal, um Momente oder Situationen, die bei den Teilnehmenden sehr hängen geblieben sind, aber auch um die Zeit danach und das Einfinden in den Alltag nach dieser tiefgreifenden Erfahrung. Im Nachmittagsbereich gab es dann einen Workshop zum Thema „Stammtischparolen begegnen“. Hier wurden diskriminierende Äußerungen besprochen und in Kategorien wie „Rassismus“, „Antisemitismus“ oder „Queerfeindlichkeit“ eingeordnet. Daraufhin wurden in Kleingruppen Strategien entwickelt, wie man solchen Äußerungen begegnen könnte, um diese abschließend in einem Rollenspiel zu erproben und zu reflektieren. Am Samstagabend gab es dann in der Kapelle noch eine kleine Gedenkfeier für die Opfer des Holocaust.

Rover*innen bei dem Nachbereitungswochende

Auch am Sonntag gab es noch eine kleine Programmeinheit. Dabei wurde sich etwas mit dem gegenwärtigen jüdischen Leben in Deutschland auseinandergesetzt. Da keine jüdischen Menschen Teil der Gruppe waren, entschied sich das Vorbereitungsteam hier vermehrt auf Videos zu setzen, um jüdische Menschen selbst reden zu lassen und nicht ausschließlich über sie zu reden. Dafür wurde zum einen der Kurzfilm „Masel Tov Cocktail“ und zum anderen eine folge der jüdischen Late-Night-Show „Freitagnacht Jews“ geguckt. Über die Inhalte wurde dann jeweils in der Gruppe gesprochen. Nach dem gemeinsamen Aufräumen gab es dann die finale Abschlussrunde, in der sich die Gruppe von einander trennte. Hier wurde besonders deutlich, wie die Rover*innen durch die gemeinsamen Erfahrungen zusammengeschweißt wurden.


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