Antrag 3: Projektgruppe “Pfadfinden ist bunt” zur Geschlechtersensibilität im Diözesanverband

Antragstellende: Lena Topp (Stufenleitung Pfadfinder), Christin Gantenbrinker (Diözesanvorsitzende)

Antragsgegenstand:  Einrichtung einer Projektgruppe “Pfadfinden ist bunt” zur Geschlechtersensibilität im Diözesanverband

Die Diözesanversammlung möge beschließen,

Die Diözesanversammlung möge die Einrichtung einer Projektgruppe zur Jahresaktion 2022 „Pfadfinden ist bunt“ beschließen. 

Die Projektgruppe wird offen ausgeschrieben und nimmt ihre Arbeit nach der 86. Diözesanversammlung auf und läuft bis zum Ende der Jahresaktion 2022. 

Die Projektgruppe setzt sich mit den Themen der Jahresaktion „Pfadfinden ist bunt“ und dem Positionspapier zur Geschlechtergerechtigkeit und sexueller Vielfalt des DPSG Bundesverband auseinander. Sie legt ihr Hauptaugenmerk auf die praktische Umsetzung im Diözesanverband Paderborn, um damit einen Beitrag zu leisten, dass die Ebenen eine Unterstützung bei der Sensibilisierung dieser Thematik bekommen und eine Basis für die nachhaltige Etablierung in unserem Diözesanverband zu schaffen.  

Eine gute Vernetzung z.B. durch Multipikator*innenschulungen und/oder Anbindung an die Jahresaktionsgruppe auf Bundesebene ist wünschenswert.

Eine gute Anbindung an die DL, die bestehenden DAKs, FAKs und AGs ist zu begrüßen, insbesondere an die Stufen-DAKs und die AG Modulausbildung sowie die AG Ausbildung. Nach Bedarf kann die Projektgruppe durch eine Bildungsreferent*in aus dem Diözesanbüro betreut werden. Die Projektgruppe kann eigene Formate entwickeln und sich bei den bestehenden Formaten auf Diözesanebene einbringen.

Die Projektgruppe darf es als ihren Auftrag verstehen, Schritte einzuleiten, das Thema Geschlechtersensibilität auch über den Projektzeitraum hinaus im Diözesanverband Paderborn zu festigen, um dadurch eine nachhaltige Etablierung zu erreichen.

Begründung:

In der Ordnung der DPSG heißt es:

Geschlechtergerechte Erziehung

Wir befähigen unsere Mitglieder, Aufgaben nach eigenem Interesse und den persönlichen Kompetenzen unabhängig von traditionellen Geschlechterrollen, -stereotypen und -klischees zu übernehmen.

Von ihren Leiterinnen und Leitern werden sie unterstützt, sich selbst zu verwirklichen, um über das klassische Rollenverständnis hinauszuwachsen. Pfadfinderinnen und Pfadfinder sind offen gegenüber Menschen jeder Geschlechtsidentität und unterschiedlicher sexueller Orientierung.“ (Ordnung DPSG, 2019)


Auf der 85. Diözesanversammlung haben wir den Antrag zur geschlechtersensiblen Sprache beschlossen und sind damit einen ersten bewussten Schritt zur Geschlechtersensibilität gegangen. Zur Etablierung in unserem Diözesanverband benötigt es nun weitere nächste Schritte. Einen guten Anlass dazu bietet u.a. die Jahresaktion „Pfadfinden ist bunt“ für das Jahr 2022, die dazu auffordert ein Jahr lang:

“Öffentlichkeit schaffen für die Themen Geschlechtergerechtigkeit und sexuelle Vielfalt und die damit zusammenhängende Diskriminierung (u. a. durch Sprache), die in unserer Gesellschaft häufig nicht als Problem wahrgenommen wird.

Zum Handeln auffordern, damit in unserem Verband mehr für Geschlechtergerechtigkeit und das Aufbrechen klassischer Rollenbilder getan wird. Zudem sollen die Normen, die dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz zugrunde liegen, in unserem Verband selbstverständlich umgesetzt werden.

Pfadfinderinnen und Pfadfinderbefähigen, Verantwortung für die Entwicklung von Jugendlichen zu übernehmen -unabhängig ihres Geschlechts und ihrer sexuellen Orientierung.” (Antrag 14 der 86. Bundesversammlung der DPSG)

Ergebnis:

  • Ja-Stimmen: 30
  • Nein-Stimmen: /
  • Enthaltung: /
  • Der Antrag ist angenommen